Die Gomeros feiern mit Hingabe ihre Schutzheilige


Mit Jubel wurde die Madonna im Hafen von San Sebastián empfangen. Foto: cabildo de la gomera

Am 8. Oktober wurde die Madonna bei strahlendem Sonnenschein nach San Sebastián gebracht

La Gomera – Den Moment, wenn die Madonna in San Sebastián ankommt, kann man nicht verpassen. Die Menschenmenge jubelt, es ertönt Getrommel und das Geklapper der typischen Kastagnetten, der „Chácaras“, es wird gesungen und Feuerwerkskörper knallen. Am 8. Oktober wurde die Schutzheilige von La Gomera, die Virgen de Guadalupe, einer langjährigen Tradition folgend, aus ihrem Heiligtum in die Hauptstadt gebracht. Darauf haben die Inselbewohner und viele Besucher, die extra deshalb auf die Insel reisten, fünf Jahre lang gewartet, denn das Fest der „Bajada“ wird im Fünfjahresrhythmus gefeiert. Kein Wunder, dass die Hauptstadt von La Gomera zu dem Event ausgebucht war. Inselpräsident Casimiro Curbelo schätzte, dass sich zu dem Fest mehr als 15.000 Menschen in San Sebastián versammelten, fast doppelt so viel wie die Hauptstadt Einwohner zählt. „Man muss ja berücksichtigen, dass nicht nur Gomeros kommen, sondern auch Besucher von anderen Inseln und sogar aus Venezuela, Argentinien und nationale und internationale Touristen“, erläuterte Curbelo.

Alle fünf Jahre begibt sich die Schutzheilige auf eine Rundreise durch alle Orte der Insel. Am 8. Oktober wurde sie zunächst in einer Meeresprozession von ihrem Heiligtum nach San Sebastián gebracht. Mehrere Dutzend kleine und größere Boote begleiteten die „La Gaviota“, das festlich geschmückte Fischerboot, mit dem die Virgen reiste.

Bis Dezember wird die kleine, gerade mal 25 Zentimeter große Madonna nun sämtliche Orte La Gomeras besuchen, die sich gegenseitig zu übertreffen versuchen, was den feierlichen Empfang der Schutzpatronin angeht.





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