Deutsches Segelschulschiff in Inselgewässern unterwegs


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Am 17. Dezember legte die Brigg in Santa Cruz de La Palma an

Am 17. Dezember legte das bekannte deutsche Segelschulschiff, die Brigg Roald Amundsen, wieder einmal im Hafen von La Palma an. An Bord des vom südspanischen Málaga kommenden Windjammers befindet sich eine 17-köpfige gemischte Stammcrew unter dem Kommando von Kapitän Klaus Müller.

Auch einige Trainees, also Neulinge zum Anlernen, sind dabei. Sie alle hatten bereits einige sehr stürmische Tage vor Gibraltar auf dem westlichen Mittelmeer hinter sich.

Nun gönnten sich alle nach rund 800 Seemeilen den langersehnten Landaufenthalt auf der wunderschönen grünen Kanaren-Insel La Palma.

Seit dem Jahreswechsel 2008/2009 hatte die Roald Amundsen nicht mehr den Hafen von Santa Cruz de La Palma angesteuert oder war durch kanarische Gewässer gesegelt. Erst im Spätsommer dieses Jahres war sie von einem großen Törn durch nordamerikanische Gewässer nach Europa zurückgekehrt.

Vor zwei Jahren fand das 13. Hafenfest, leider das vorerst letzte, am ersten Weihnachtstag mit einem großen Treffen der Windjammer aus vielen Ländern in Santa Cruz de La Palma statt.

Jahrelang hatte Organisatorin Conny Spelbrink in La Palmas Hafen zu Weihnachten Großsegler versammelt – ein Event, das nicht nur den Seglern selbst durch den Austausch mit Kollegen Spaß bereitete, sondern auch für die vielen Besucher, die die Schiffe auch besichtigen konnten, ein besonderes Erlebnis war. Das Seglertreffen hatten auch die damaligen Crew-Mitglieder der Roald sehr genossen, wie alle anderen die Jahre davor auch. Auch jetzt sind ein paar ältere und jüngere Segelschiff-Erfahrene von damals mit dabei.

Mitsegel-Gelegenheit und Schiffsbesichtigung

Die Roald Amundsen wird noch bis 20. Februar 2011 in kanarischen Gewässern kreuzen. Wer die deutsche schwarze Brigg besichtigen möchte, darf die Besuchszeiten für ein „Open Ship“ gern erfragen. Die Besucher werden dann sicherlich oben an Deck herum geführt und es wird auf Fragen Auskunft gegeben, und zwar auf Deutsch, Englisch und etwas Spanisch. Natürlich ist das Fotografieren gestattet.

Und wer mit dem Gedanken spielt, in den nächsten Wochen, solange die Roald in kanarischen Gewässern weilt, auf einem Tagestrip mitzusegeln, kann wochentags unter +49 4351 726074 beim Schiffsbüro in Norddeutschland nachfragen, ob noch Plätze frei sind,  oder erkundigt sich vorab an Bord persönlich bei der Schiffsführung bzw. ruft über das Bord-Telefon an: +34 678 295 682. Wie schon in den Vorjahren, könnte sich so mancher langgehegte Traum eines Tagestörns kurzfristig erfüllen.

Die „Roald Amundsen“ ist als so genanntes Sailtraining-Schiff Mitglied in einer fast weltweiten  Organisation gro­ßer Segelschiffe, der Sail Training International. Ihr Programm ist es, jungen Menschen an Bord von traditionellen Segelschiffen in unmittelbarer Begegnung mit den Naturgewalten auf hoher See unvergessliche Eindrü­cke und Einsichten in die Seefahrt zu vermitteln, und insbesondere durch das Erlebnis des Lebens, des freiwilligen Einordnens und Arbeitens in der engen Bordgemeinschaft des Segelschiffes eine Möglichkeit zu bieten, unter nicht alltäglichen Gegebenheiten Teamfähigkeit zu üben, Persönlichkeit und Charakter zu erproben und weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen über das Schiff, den Törnplan und den gemeinnützigen Betreiberverein finden Sie unter:

www.sailtraining.de




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