Deutscher bei Punta del Hidalgo tödlich verunglückt


Der Mann wollte zum Roque de los Dos Hermanos laufen

Teneriffa – Ein deutscher Wanderer ist am 22. Februar auf dem Wanderweg, der von Punta del Hidalgo zu dem kleinen Bergdorf Chinamada führt, hundert Meter tief abgestürzt und zu Tode gekommen.

Der 77-jährige H. V. war mit seiner Frau zusammen von Punta del Hidalgo aus in Richtung Chinamada aufgebrochen. Als sie an eine Abzweigung gelangten, entschloss er sich, einen anderen Pfad einzuschlagen, den sonst nur Jäger und Angler benutzen, und der zur Playa de Ocadila führt. Er wollte zum Roque de los Dos Hermanos gelangen, kam dort jedoch nicht an. Seine Frau, der der Pfad zu gefährlich erschien, nahm einen anderen Weg und kehrte ins Hotel zurück. Als ihr Mann dort nicht wieder eintraf, verständigte sie die Polizei.

Noch am selben Nachmittag durchkämmten Feuerwehrleute das Gebiet, konnten den deutschen Wanderer jedoch nicht finden. Am darauf folgenden Morgen wurde die Suche fortgesetzt. Eine Gruppe von Sportlern, die den Hirtensprung – eine Kunst der Guanchen, sich mittels langer Stangen über unwegsames Gelände zu bewegen – praktizierte, entdeckte den Körper des Wanderers auf halber Strecke und hundert Meter unterhalb des Weges zum Roque de los Dos Hermanos liegend. Sie verständigten die Rettungskräfte, und ein Hubschrauber des GES nahm die Bergung des tödlich Verunglückten vor.

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Ich war im Oktober selbst in Punta und musste auch erleben wie ein Hotelnachbar, nur mit leichtem Schuhwerk angetan, mit dem Hubschrauber aus einer Notlage befreit werden musste. Auch ältere Menschen unternehmen leichtsinnige und selbst überschätzende Touren. Man ist ja zum Wandern gekommen und dann wird das dann auch gemacht auf Teufel komm raus. Wem wollen diese Leute denn was beweisen?