Der Weg des Wassers


In Zeiten ohne fließendes Wasser war es meist Aufgabe der Frauen, das Wasser von den Quellen ins Dorf zu tragen. Auch andere Lasten trugen kanarische Landfrauen mit außerordentlichem Geschick – oft freihändig – auf dem Kopf. Fotos: Ayuntamiento de adeje

Adeje erinnert mit einer Inszenierung an vergangene Zeiten und das wertvollste Gut: Wasser

Teneriffa – Ende März wurde in Adeje die „Ruta del Agua“ inszeniert. Mit den Mitgliedern des städtischen Folklore-Ensembles als Darsteller wurde das dörfliche Leben von einst nachgestellt, wobei das Wasser als wertvollstes Gut im Mittelpunkt stand.

In der Gemeinde entspringen die meisten Wasserquellen des Südens von Teneriffa. Zwei davon im Barranco del Infierno, zwei weitere im Barranco de Erques, drei in El Aserradero, eine im Barranco del Agua, eine weitere am Fuße des Roque de los Brezos und eine beim Roque de Imoque.

Vom Barranco del Infierno startete am 24. März auch die Darstellung der „Ruta del Agua“, die durch den Ortskern vorbei an der Kirche von Santa Úrsula und über die Calle Grande bis zur Plaza de la Cruz del Llano führte. Die Darsteller in historischen Kostümen und Trachten zeigten dem Publikum, wie das Wasser früher in den Ort transportiert und wie es für den Verbrauch gelagert wurde. Außerdem wurden Berufe und Aufgaben des Landlebens wie die Röstung von Mais, die Landarbeit, das Melken der Ziegen und der früher übliche von Tür zu Tür-Verkauf von Waren dargestellt.

„Unser historisches und ethnografisches Erbe erinnert uns an unsere Vergangenheit als Dorf, und wir wollen durch Veranstaltungen, wie die Ruta del Agua, das touristische Angebot bereichern und damit die Essenz unserer Kultur mit der Gegenwart verknüpfen“, so Ermitas Moreira, Leiterin des Tourismusamtes der Gemeinde.

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