Demos gegen Arbeitslosigkeit und Korruption


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In Santa Cruz und Las Palmas gingen Hunderte auf die Straße

„Gegen die Arbeitslosigkeit, sechs Millionen Gründe“ – unter diesem Motto folgten am 10. März Tausende Bürger in 60 spanischen Städten dem Aufruf der Gewerkschaften zu einer erneuten landesweiten Demonstration gegen Einsparungen, korrupte Politiker und die hohe Arbeitslosigkeit.

Auch auf den Kanarischen Inseln nahmen Hunderte von Bürgern an den Kundgebungen teil. Am zweiten Sonntag im März gingen sie in den beiden Provinzhauptstädten auf die Straße, um gegen die Sparmaßnahmen der Regierung und die steigenden Arbeitslosenzahlen zu demonstrieren. Der Protest richtete sich auch gegen die politische Lage in Spanien im Allgemeinen, die von Korruptionsaffären beherrscht wird.

Jeweils um 12.00 Uhr starteten die Demonstranten in Las Palmas de Gran Canaria beim Parque de San Telmo und zogen Richtung Plaza de la Feria, in Santa Cruz de Tenerife von der Plaza de los Patos bis zur Plaza del Príncipe.

Der Generalsekretär der Gewerkschaft UGT auf den Kanaren, Gustavo Santana, sieht viele Motive für diesen Protest. „Die Lage des Landes ist nicht mehr tragbar, bei einer bedrohlichen politischen und moralischen Krise und mit einer Regierung in der absoluten Mehrheit, die nicht einsehen will, dass sie uns die Zahl von sechs Millionen Arbeitslosen beschert hat“, erläuterte er. Der Prozentsatz der von der sozialen Ausgrenzung bedrohten Bevölkerung sei erschreckend hoch.




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