Das TMT geht nach Hawaii


Eine Fotomontage zeigt, wie das 30-Meter-Teleskop in der Landschaft des 4.200 Meter hohen Vulkankegels Mauna Kea auf der Pazifikinsel Hawaii aussehen wird. Weil der Berg den Einheimischen heilig ist, gab es Widerstand gegen die Errichtung des TMT. Foto: TMT

La Palma hat das Nachsehen, bleibt jedoch Ausweichstandort, sollten sich doch noch Schwierigkeiten ergeben

La Palma – La Palma muss die Hoffnung darauf, Standort des 30-Meter-Teleskops TMT zu werden, wohl endgültig begraben. Nachdem der US-amerikanische Oberste Gerichtshof die Rechtmäßigkeit der Baugenehmigung für das gigantische Teleskop auf Hawaii bestätigt hat, scheinen alle Hindernisse ausgeräumt zu sein. Deshalb hat die Projektleitung La Palma, das angesichts der Schwierigkeiten auf Hawaii als Standort in Erwägung gezogen worden war, eine Absage erteilt und wird bald mit dem Bau des TMT auf dem Mauna Kea beginnen.

Dennoch bleibt La Palma, nach Aussagen der Verantwortlichen des Kanarischen Astrophysikalischen Instituts IAC und des TMT-Projekts, weiterhin Ausweichstandort, falls doch noch unvorhergesehene Probleme auftauchen.

Wie der Direktor des IAC, Rafael Rebolo, berichtet, hat das Konsortium, das den Bau des TMT koordiniert, mitgeteilt, man wolle das Genehmigungsverfahren für La Palma trotz allem weiter betreiben für den Fall, dass sich auf Hawaii doch noch, unabhängig von der legalen Baugenehmigung, Probleme ergeben sollten. In der Vergangenheit hatten erhebliche Proteste aus der hawaiianischen Bevölkerung das TMT-Projekt zeitweise blockiert.

Sonnenteleskop in Sicht

Im April 2019 soll die Entscheidung über den Standort eines anderen wichtigen Teleskops, des Europäischen Sonnenteleskops EST, fallen. Zur Auswahl stehen Teneriffa und La Palma. Hier ist die Isla Bonita klar im Vorteil, weil sich der Platz, der für das TMT vorgesehen war, anbietet und die dafür eingeholten Genehmigungen und Gutachten mit geringfügigen Änderungen auch für das EST genutzt werden können.





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