Das Kreuz an der richtigen Stelle


Hilfsorganisationen und katholische Kirche buhlen um die Gunst der Steuerzahler

Der Dachverband „ONG Acción Social“ von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) wie das Rote Kreuz, Cáritas, Ärzte der Welt oder die spanische Krebshilfe – insgesamt 22 Hilfsorganisationen – hat die eindringliche Bitte an alle Steuerzahler gerichtet, „das Kreuz an der richtigen Stelle zu machen“ und so mit ihrer Steuererklärung die Hilfsorganisationen zu unterstützen.

„ONG Acción Social“ möchte mit der Kampagne „No te quedes en blanco“ die Steuerzahler von der Bedeutung ihrer Beiträge für die Arbeit der Hilfsorganisationen überzeugen. In 2006 kreuzten 33,83% der Steuerzahler auf ihrer Erklärung das Kästchen für soziale Zwecke an. Auf diese Weise flossen 127 Mio. Euro in die Kassen der Hilfsorganisationen und wurden überwiegend in soziale Hilfsprojekte in Spanien investiert. 19% der Gesamtsumme wurden von den NGOs für Projekte im Ausland bestimmt.

Ebenso wie die NGOs buhlt auch die katholische Kirche um die Gunst der Steuerzahler. Die Bischofskonferenz hat eine Kampagne gestartet, die unter dem Motto „Wir brauchen Deinen Einsatz immer dringender“ gläubige Steuerzahler an ihre Verpflichtung der Kirche gegenüber erinnern soll. Die Verantwortlichen für die Kampagne erinnern dabei daran, dass diese Unterstützung den Steuerzahler keinen Cent mehr kostet. In 2006 kreuzten 22% der Steuerzahler in ihrer Einkommensteuererklärung das Kästchen für die Unterstützung der katholischen Kirche an.

Durch das Ankreuzen des Kästchens für den Beitrag für die katholische Kirche bzw. soziale Zwecke fließen 0,52% der Steuern jedes Steuerzahlers in die eine oder andere Kasse.




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