Corona-Ansteckungen verdoppeln sich im letzten Monat

Foto: GOBCAN

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Die Inseln verzeichnen den ersten Fall der Delta Plus-Variante

Kanarische Inseln – Die Delta Plus-Variante wurde schon vor Wochen in verschiedenen ­autonomen Regionen Spaniens registriert. Daraufhin hat das spanische Gesundheitsdienst eine offizielle Meldung veröffentlicht, um die Bevölkerung zu beruhigen. Es wird bestätigt, dass die Impfungen gegen diese neue Variante schützen.

Jetzt wurde diese Variante ebenfalls auf den Inseln festgestellt. Die kanarische Regierung meldete am 12. November die erste Ansteckung der Delta-Plus-Variante. Die Person, die sich mit dieser Variante infiziert hat, war vollständig geimpft. Es handelt sich um eine Beschäftigte im Gesundheitswesen auf Teneriffa. Sie hat nur leichte Beschwerden und befindet sich derzeit in häuslicher Isolierung. Das genomische Überwachungsnetz für Corona auf den Kanarischen Inseln wird diese neue Variante weiter beobachten. Dieses Netz wurde im März dieses Jahres eingerichtet und hat die Aufgabe, Vorkommen der verschiedenen Corona-Varianten auf den Kanarischen Inseln zu überwachen. Auf diese Weise lassen sich genaue Daten über das Auftreten der verschiedenen Virusvarianten in der autonomen Region gewinnen.

Nach Angaben des kanarischen Gesundheitsministeriums ist der Anstieg der Ansteckungen auf eine Lockerung der Maßnahmen wie das ­Tragen von Masken in Innenräumen, den Sicherheitsabstand, die Benutzung von Desinfektionsgel und die Belüftung, zurückzuführen. Das alles hat die Gesundheitsbehörde veranlasst, die Warnstufe auf Fuerteventura anzuheben. Die ­Daten haben sich rapide verschlechtert, und die Insel befindet sich seit dem 15. November und bis vorerst 25. November auf Warnstufe 2 (gelb). Es ist nicht auszuschließen, dass die Warnstufen auch für ­andere Inseln in den kommenden Tagen verändert werden.

Start des Booster-Shots für die zwei Millionen mit Janssen Geimpften

Am 26. Oktober wurde beschlossen, den mit Janssen geimpften Personen mindestens drei Monate nach der Impfung einen Booster-Shot zu empfehlen. Der Grund dafür ist, dass die Wirksamkeitswerte von Janssen unter denen der anderen Impfstoffe liegen. Seit dem 15. November wird den mit Janssen Geimpften zu einer Auffrischungsdosis von Pfizer oder Moderna geraten. Die betroffenen Personen, können ohne Termin zu den Impfstellen gehen, um diese zusätzliche Impfdosis zu erhalten.

Weihnachtszeit wieder mit Beschränkungen

Abgesehen von den mit der möglichen Erhöhung der Warnstufen einhergehenden Beschränkuzngen plant die kanarische Regierung für die Vorweihnachtszeit und bis Anfang Januar 2022 weitere Verschärfungen.
Die Möglichkeit, ähnliche Maßnahmen wie in anderen autonomen Gemeinschaften oder in anderen europäischen Ländern zu ergreifen, wird nicht ausgeschlossen. Diese Maßnahmen sollen nach der Sitzung des interterritorialen Gesundheitsrates am 2. Dezember in Córdoba in Kraft treten.

Spanische Impfung

Doch es gibt auch gute Nachrichten. Die spanische Agentur für Arzneimittel und Medizinprodukte hat am 15. November eine klinische Studie der Phase II mit dem Corona-Impfstoff genehmigt, der von dem spanischen Pharmaunternehmen Hipra entwickelt wird. An der Studie werden 1.075 Freiwillige teilnehmen, und es werden fast 15 Millionen Euro investiert. Die Studie wird die Sicherheit und die Fähigkeit zur Induktion einer Immunreaktion eines Auffrischungsimpfstoffs bei Erwachsenen mit dem vollständigen Impfplan von Pfizer untersuchen.

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