Clavijo fordert Erhöhung des Residentenrabatts


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In Brüssel ist zeitgleich die Einführung eines Pauschalpreises auf Inselflüge vorgelegt worden

Nur eine Woche, nachdem die Generalsekretärin für Transport, Carmen Librero, bei der EU-Kommission den Antrag auf Genehmigung einer Pauschale für Inselflüge eingereicht hat (das Wochenblatt berichtete), preschte Regionalpräsident Fernando Clavijo mit dem Vorschlag vor, außerdem den Residentenrabatt für Reisen zwischen den Inseln von 50% auf 75% zu erhöhen.

Das Transportministerium reagierte überrascht und ungläubig auf diesen Vorschlag, der nicht offiziell kommentiert wurde. Stattdessen verwies man auf den in Brüssel gestellten Antrag zur Genehmigung des Einheitspreises für Inselflüge. Aus den Reihen der PP wurden Vorwürfe gegen Clavijo laut. Es hieß, der Kanarenpräsident habe allein wegen der Wahlen den bereits 2007 vom Vorgänger Paulino Rivero vorgebrachten Antrag erneut aufgenommen. 

Für den Staat wäre die Einführung eines Pauschalpreises billiger. Der 50%ige Residentenrabatt kostet 80 Millionen Euro im Jahr. Bei einer Erhöhung auf 75% kämen noch einmal 20 Millionen Euro hinzu. Außerdem wird vermutet, dass die Fluggesellschaften die Preise steigern würden, um den staatlichen Zuschuss auszunutzen. Die Kosten für Ausschreibung eines öffentlichen Transportdienstes und Einführung des Pauschalpreises sollen sich dagegen auf maximal 35 Millionen Euro belaufen. 




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