Castilla fordert staatlichen Rettungsplan für Tourismus

Yaiza Castilla, die kanarische Ministerin für Tourismus, Industrie und Handel Foto: EFE

Yaiza Castilla, die kanarische Ministerin für Tourismus, Industrie und Handel Foto: EFE

3.633 Firmen sind bereits zugrunde gegangen

Kanarische Inseln – Die kanarische Regionalministerin für Tourismus, Industrie und Handel, Yaiza Castilla, fordert von der Zentralregierung spezifische Hilfen zur Rettung des Tourismus auf den Kanarischen Inseln. Sie wies darauf hin, dass verschiedene Wirtschaftssektoren angesichts des anhaltenden Pandemiegeschehens aufgefangen wurden, nicht jedoch der Tourismus. Castilla forderte Madrid erneut auf, eine höhere Sensibilität für die wirtschaftlichen Besonderheiten der Kanaren zu zeigen und einen Rettungsplan einzuleiten.
Sie beziffert den Finanzbedarf des Plans, der alle kanarischen Unternehmen, insbesondere aber die mittleren, kleinen und Kleinstunternehmen, unterstützen soll, mit 200 Millionen Euro. Die Kanarenregierung soll dafür neue Schulden aufnehmen und eigene Mittel aus dem Haushaltsplan umwidmen. Die Ministerin bestand aber auch darauf, gegenüber der Zentralregierung eine Beteiligung an der Finanzierung nachdrücklich einzufordern.
Nach den Berechnungen des Ministeriums sind der kanarischen Wirtschaft im Zeitraum von Dezember 2019 bis November 2020 3.633 Unternehmen verloren gegangen, davon gehörten 25,5% dem Handel, 21% der Hotelbranche und 20% dem Transportwesen an.

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