Cabildo wird Tierschützer unterstützen


Geld für Futter und Grundstücksmiete

Im März legte die Präsidentin des kanarischen Tierschutzverbands Anda Canarias der Inselverwaltung von La Palma eine von 3.000 Menschen signierte Unterschriftenliste vor, um den Bau eines öffentlichen Tierheims auf der Insel zu fordern.

Ana María Sanjuán hat damit eine wahre Lawine losgetreten, denn die Gesellschaft scheint sich mehr um das Schicksal der Straßenhunde und -katzen zu sorgen, als vermutet. Mittlerweile haben sich bis zu 15.000 Personen auf der Unterschriftenliste eingetragen.

Nach einem Treffen mit Cabildo-Präsident José Luis Perestelo zeigte sich Sanjuán hoffnungsvoll. „Es wird zwar vorerst kein Tierheim geben, doch uns wurde immerhin zugesagt, dass wir finanzielle Unterstützung für die Versorgung der etwa 200 Straßenhunde bekommen“, erklärte sie. „Da wir nun wissen, dass wir auf die Unterstützung des Cabildos zählen können, was Kosten für Ernährung der Tiere und Grundstücksmiete angeht, werden wir nach einem geeigneten Grundstück suchen, das möglichst weit von Wohngebieten entfernt ist, um die Anwohner nicht zu stören.“

Der Cabildo-Präsident sagte der Presse, dass für den Bau eines Tier-asyls politische Einigkeit erforderlich ist und dies Zeit brauche. Er halte es für selbstverständlich, dass ehrenamtliche Initiativen und Vereine, die sich um die Tiere kümmern, in der Zwischenzeit unterstützt werden.

Dennoch sollte eine Lösung nicht zu lange hinausgeschoben werden. Denn die tierlieben ehrenamtlichen Helfer sind langsam überfordert. Ein öffentliches Tierheim ist eine dringende Notwendigkeit.




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