Bluttat in Las Palmas: 50-Jähriger begeht Mord an Ex-Partnerin


Der Mord wurde in der Wohnung verübt, in der das Opfer als Reinigungskraft arbeitete. Die Besitzer der Wohnung waren zum Zeitpunkt der Tat bei der Arbeit und ihre beiden Kinder in der Schule. Foto: efe

Die 49-Jährige ist das siebte weibliche Opfer von Beziehungsgewalt auf den Kanaren in diesem Jahr

Gran Canaria – Ein neuer Mordfall erschüttert die Inseln. Ein 50-jähriger Mann hat am 30. September in Las Palmas de Gran Canaria seine ehemalige Lebensgefährtin mit zahlreichen Messerstichen getötet. Anschließend beging er mit demselben Messer Selbstmord.

Der Mörder soll seinem Opfer zunächst in ein Wohnhaus in der Calle Cebrián gefolgt sein, wo die Frau als Reinigungskraft arbeitete. Zeugen berichteten, dass er an der Wohnungstür klingelte, bis die Frau öffnete. Nachdem er sich Zugang zur Wohnung verschafft hatte, habe man „Schreie und Schläge“ gehört. Nachbarn hätten versucht, der Frau zu helfen, aber die Wohnungstür sei verschlossen gewesen. Der Mann erstach seine Ex-Partnerin im Wohnungsflur mit zwei großen Messern, bevor er sich selbst umbrachte. Laut Polizeibericht handelte er mit grausamer Brutalität.

Die Besitzer der Wohnung waren zum Zeitpunkt der Tat bei der Arbeit und ihre beiden Kinder in der Schule.

Laut Polizeibericht hatten der Täter und das Opfer in einer Beziehung zusammengelebt, bis sich die Frau im März dieses Jahr trennte. Gegen den Täter hätten keine Anzeigen wegen häuslicher Gewalt vorgelegen.

Schreckliche Statistik

Ángeles V. M. ist das siebte weibliche Mordopfer von Beziehungsgewalt auf den Kanaren in diesem Jahr. Die Ermittlungen in einem weiteren Fall laufen noch. Möglicherweise ist eine Frau, die im September in La Laguna auf Teneriffa tot aufgefunden wurde und deren Ex-Lebensgefährte ebenfalls tot gefunden wurde, das achte Mordopfer. Damit belegen die Kanarischen Inseln einen traurigen zweiten Platz unter den spanischen Regionen, in denen die meisten Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet wurden. An erster Stelle steht Andalusien mit 9 Morden.

Sowohl die kanarische Regierung als auch die Regierung in Madrid haben den grausamen Mord verurteilt und eindringlich an die Gesellschaft appelliert, gegen diese Art von Gewalt anzukämpfen. „Sie war 49 Jahre alt. Ihr Partner hat sie heute Morgen in Las Palmas de Gran Canaria an ihrem Arbeitsplatz ermordet. Machismus tötet. Immer noch. Wir müssen alle zur Verfügung stehenden Ressourcen darauf konzentrieren, von allen Institutionen aus die Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen“, twitterte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez.

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