Bauunternehmer kritisieren den Umgang der Politiker mit dem Stauproblem


Laut Fepeco-Präsident Óscar Izquierdo hätte das aktuelle Stauproblem auf den Autobahnen Teneriffas durch eine rechtzeitige Umsetzung der geplanten Infrastrukturprojekte verhindert werden können. Foto: Moisés Pérez

Seit vielen Jahren liegen konkrete Projekte vor, die jedoch nicht umgesetzt werden

Teneriffa – Óscar Izquierdo, Präsident des Bauunternehmerverbandes Fepeco, ist es leid, dass die verantwortlichen Politiker immer wieder neue Vorschläge zur Lösung des Stauproblems auf den beiden Autobahnen Teneriffas präsentieren. Den Busfahrstreifen, die von Cabildo-Präsident Carlos Alonso bevorzugte Maßnahme, um den alltäglichen Autoschlangen zu Stoßzeiten ein Ende zu bereiten, hält Izquierdo für eine dieser spontanen Ideen ohne Fundament. Für den Busfahrstreifen gäbe es noch nicht einmal ein Projekt, bis zur Fertigstellung würden zwischen fünf und sieben Jahre vergehen, kritisierte der Vertreter der Bauunternehmer. Dabei lägen fertige Projekte zur Lösung des Stauproblems vor, die bereits vor zehn Jahren für die Vertragsvergabe ausgereift gewesen seien. Hätte man diese damals umgesetzt, wäre es nicht zum aktuellen Verkehrskollaps gekommen. Auf den anderen Inseln seien die im Straßenbauabkommen festgehaltenen Projekte angegangen worden, nur auf Teneriffa seien die Politiker von den ursprünglichen Plänen abgewichen, so Izquierdo.

Der Präsident von Fepeco drängte auf eine umgehende Unterzeichnung des neuen Straßenbauabkommens zwischen Staat und Region, um endlich die dringend erforderlichen Infrastrukturvorhaben aufzunehmen. Als wichtigste Projekte führte Izquierdo die sogenannte „Vía Exterior“, die „Vía de cornisa“ und den Inselstraßenring an.

Bei der ersten handelt es sich um eine neue Verbindung zwischen der Nordautobahn TF-5 und der Südautobahn TF-1, die das Großstadtgebiet umgeht. Diese Umgehungsstraße soll bei Guamasa abführen und bei El Chorrillo enden. Der Nord-Süd-Verkehr würde die Stadtgebiete von La Laguna und Santa Cruz entlasten.

Die „Vía de cornisa“ soll wie ein „Kranz “ nördlich von Santa Cruz angelegt werden und das Gebiet von San Andrés und den Hafen mit La Laguna verbinden. Diese tunnelreiche Straße soll vom Barranco Tahodio bis zur Vía de Ronda reichen und Santa Cruz´ Ramblas und die Innenstadt entlasten.

Weiterhin wies er auf den Schnellstraßenring, den „anillo insular“, hin, der immer noch nicht geschlossen worden sei.

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