Bauern beklagen Wassermangel


Die kanarische Landwirtschaft fordert „hohe Investitionen“ in die Wasserversorgung

Kanarische Inseln – Am Klimawandel zweifelt auf den Kanaren kein Landwirt mehr. Bis Dezember hat es kaum geregnet, die Temperaturen sind ungewöhnlich hoch. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind die Wasservorräte stark zurückgegangen; allein auf Teneriffa sind die Becken nur zu 23% gefüllt. Der Dachverband der kanarischen Land- und Agrarwirtschaft COAG-Canarias hat nun gefordert, entsprechende Vorkehrungen für die Zukunft zu treffen und in eine Wasserversorgung zu investieren, welche die Landwirtschaft in die Lage versetzt, auch längere Trockenperioden zu überstehen. Konkret geht es dem Dachverband um den Bau weiterer Anlagen zur Abwasseraufbereitung und zur Meerwas­ser­ent­salzung sowie der Erwei­terung des Versorgungsnetzes.

Roberto Rodríguez, Vorstandsmitglied von COAG-Canarias, erklärte, aufgrund des Mangels an Wasservorräten müssten die Bauern derzeit immer höhere Wasserpreise in Kauf nehmen, was wiederum das Endprodukt verteuere und die Gewinne drücke. Die bestehenden Anlagen zur Abwasseraufbereitung bzw. Meerwasserentsalzung würden den Bedarf nicht abdecken. Auch in die Verbesserung des Wasserversorgungs­netzes müss­-

te dringend investiert werden, um das Wasser von den Anlagen auch in höhere Lagen pumpen zu können, nämlich gerade dorthin, wo sich die meisten Anbauflächen befänden.

Der auf Teneriffa zuständige Ressortleiter Jesús Morales erklärte, das Cabildo und das öffentliche Unternehmen Balten seien bemüht, die Wassermenge zu erhöhen. So würden derzeit Anlagen zur Abwasseraufbereitung – billiger als die Entsalzung – erweitert (Arona-Adeje, Santa Cruz) und neue (Valle de Guerra, Güímar) gebaut werden.




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