Baubeginn für „Onda Atlántica“


Fotos: colegio oficial de arquitectos de gran canaria

Architektonisches Wunderwerk für Fußgänger und Radfahrer am Hafen von Las Palmas

Gran Canaria – Am Hafen von Las Palmas de Gran Canaria nimmt dieser Tage ein großes Projekt Form an. Mit der Anlieferung der ersten drei Teilstücke der zukünftigen Fußgängerbrücke, die den Hafenbereich Muelle de Sanapú über die Hauptverkehrsstraße GC-1 mit der Markthalle Mercado del Puerto verbinden wird, beginnt die Montage dieses lange erwarteten Bauwerks, das funktionell und zugleich dekorativ ist.

Jedes der insgesamt 14 Teilstücke der Brücke, deren Form und Name (Onda = Welle) durch die Lage der Stadt am Atlantik inspiriert sind, ist 20 Meter lang, sieben Meter breit und etwa 20 Tonnen schwer. Obwohl die Brückenteile in der Nacht zwischen 23.00 und 6.00 Uhr zusammengefügt und installiert wurden, waren Verkehrsumleitungen notwendig. Für die Anlieferung der riesigen Brückenstücke auf Sattelschleppern wurde die zeitweilige Sperrung der Fahrbahnen der Autovía Marítima notwendig.

Fotos: colegio oficial de arquitectos de gran canaria

Das Projekt der Fußgängerüberführung „Onda Atlántica“ wurde im Zuge eines öffentlichen Wettbewerbs von der Stadt ausgewählt, um den Hafenbereich, in dem auch das Aquarium Poema del Mar liegt, mit der Stadt zu verbinden und für Fußgänger und Radfahrer besser erreichbar zu machen. Das Architektentrio Javier Haddad Conde, Luis González Pérez und Ramón Checa Quevedo entwarf die Brücke als geschmeidige, 256 Meter lange Kurve auf nur fünf Stelzen, mit barrierefreiem Zugang für Fußgänger, Radfahrer und gehbehinderte Personen. Die „V-Form“ der Bauelemente ist dem Rumpf eines Schiffes nachempfunden, wobei die Seiten auch als Lärmschutz dienen. Über eine Fotovoltaikanlage wird der nötige Strom für die LED-Beleuchtung der Brücke bei Nacht erzeugt. Die Rampe entspricht mit einer Neigung von sechs Prozent der Norm der Barrierefreiheit.

Der Brückenbau wird von der kanarischen Regierung über den Fondo de Desarrollo de Canarias (FDCAN) finanziert. Die Kosten belaufen sich auf rund 2,4 Millionen Euro.

Bis September sollen alle 14 Elemente der Brücke installiert und das Bauwerk damit vollendet sein.

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