Bajo la Cuesta: Erste Phase der Hangabsicherung abgeschlossen


Die Baufirma hat ihre Arbeit beendet, doch die Stadtverwaltung hat diese noch nicht abgenommen

Teneriffa – Die am 7. März durch das Ayuntamiento von Candelaria in Auftrag gegebene Absicherung eines Teilstücks von 1.016 Quadratmetern des Hanges hinter dem Wohnviertel Bajo la Cuesta ist abgeschlossen. Ein Sachverständiger hat die Arbeit auch schon positiv begutachtet, doch die Stadtverwaltung hat sie noch nicht abgenommen. Nun steht an, festzustellen, dass die Lage die Rückkehr der Bewohner von einem Dutzend Wohnhäusern, die sich am Fuße dieses Teils des Steilhangs befinden, erlaubt.

Darauf warten die Anwohner, die wegen angeblicher Gefährdung durch Steinschlag zwangsweise aus ihren Häusern gewiesen wurden, schon seit eineinhalb Jahren. Nach der Fertigstellung des Teilstücks, das dem Stromversorger Endesa gehört und durch diesen auch abgesichert wurde, und des angrenzenden öffentlichen Grundes durch das Ayuntamiento könnten nun etwa ein Dutzend Familien zurückkehren, doch die Absicherung des zweiten Teilstücks, das einer Firma gehört, die nicht mehr aktiv ist, wurde in keiner Weise geregelt oder geplant, sodass weitere Familien vorerst keine Aussicht auf Rückkehr in ihre eigenen Häuser haben.

Ein Betroffener sinniert hierzu auf seiner Facebook Seite: „26 Millionen Euro sind im Haushalt von Candelaria für verschiedene Aufgaben vorgesehen, allein zwei für Feierlichkeiten … doch es ist keine Million übrig für Bajo la Cuesta?“

Die Anwohner selbst haben sich durch den unbefestigten Hang nie bedroht gefühlt und sich auch nicht beschwert. Dennoch wurden sie „zu ihrem eigenen Schutz“ gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, sitzen seit eineinhalb Jahren auf doppelten Wohnungskosten, die sich kaum einer leisten kann. Einige leben noch immer in Zelten. Einige vermuten, es gehe nicht um Sicherheit, sondern um eine Räumung durch die Hintertür, da die Häuser in Bajo la Cuesta nach dem Küstengesetz so nah am Ufer nicht stehen dürften.

Seit der Räumung des Viertels im Oktober 2016 demonstrieren regelmäßig Betroffene vor dem Rathaus.




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