Ausgrabungen auf Lobos fördern Mauern zutage


© Cab Fva

Die Funde deuten auf eine Siedlung aus römischer Zeit hin

Die Ausgrabungsarbeiten an der Fundstelle auf der kleinen Insel Lobos nördlich von Fuerteventura, an der eine römische Siedlung aus der Zeit zwischen dem 1. Jh. v. Chr. und dem 2. Jh. n. Chr. vermutet wird, haben interessantes Material zutage gefördert.

An den Ausgrabungen, deren erste Phase nun zu Ende gegangen ist, sind das Cabildo von Fuerteventura, das Archäologische Museum von Teneriffa und die Universität La Laguna beteiligt. Im nächsten Frühjahr sollen die Grabungen weitergeführt werden.

Einer Delegation des Cabildos, die Ende November den Fundort besuchte, beschrieben und zeigten die Wissenschaflter die bisherigen Fundstücke, darunter reichlich Schalen von Meeresschnecken des Typs Thais, aus denen der begehrte Purpurfarbstoff gewonnen wurde,  sowie Keramik- und Metallreste und Teile von Amphoren. Als besonders interessant wird die Freilegung von Mauerresten eingestuft, die rund um eine rechteckige Plattform angelegt  scheinen. Im Umkreis dieser Mauern sollen die Ausgrabungen im nächsten Jahr fortgeführt werden, sofern die Finanzierung gewährleistet ist, was Cabildo-Präsident Mario Cabrera, der sich sehr interesiert an den Funden zeigte, stark hofft.

Sollten sich die Vermutungen der Archäologen bestätigen, so würde der Fund eine saisonale Besiedelung der Insel durch die Römer beweisen, die hier möglicherweise den wertvollen Farbstoff Purpur herstellten, der dann im Mittelmeerraum verkauft wurde. 




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