Auf Lanzarote vermisste Yasmila tot aufgefunden


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Ein Beziehungsdrama erschütterte Anfang Mai die Einwohner von Lanzarote. Eine junge Frau war am 2. Mai spurlos verschwunden. Freunde der Familie, die Suchtrupps organisiert hatten, fanden Tage später die Leiche der jungen Frau. Kurz darauf beging ein Soldat, der mit der Frau ein Verhältnis hatte, Selbstmord.

Die Familie von Yasmila hatte sie am 1. Mai als vermisst gemeldet, nachdem sie nach der Arbeit nicht nach Hause zurückgekehrt war. Die 22-jährige Yasmila Arrocha Gutiérrez, Mutter eines dreijährigen Kindes, lebte mit ihrem Freund in Argana Alta, einem Stadteil von Arrecife. Ein Kollege aus einem Hotel in Costa Teguise, in dem arbeiteten, hatte Yasmila an dem Tag nach Hause gefahren. Seitdem war sie verschwunden.

Als die junge Frau nicht auftauchte, startete die Familie eine große Suchaktion und hängte überall Fotos von Yasmila aus. Freunde und Angehörige suchten tagelang die Umgebung ab, bis eine Gruppe am Samstag in der Nähe des Friedhofs von Arrecife die Schuhe der jungen Frau fand. Unweit von der Stelle wurde wenig später auch die Leiche  gefunden, halb verscharrt und mit deutlichen Hinweisen auf ein Gewaltverbrechen.

Kurz nach Bekanntwerden brachte sich ein Soldat der Luftwaffe am Militärflughafen von Lanzarote um. Diego Gómez Poveda soll ein Verhaltnis mit Yasmila gehabt haben und galt bei der Polizei bereits als Tatverdächtiger. Als er von dem Fund hörte, erschoß sich der Mann mit seiner Dienstwaffe. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass der Soldat die junge Frau bei einer Diskussion mit einem Knüppel tödlich am Kopf verletzte und anschliessend versuchte, die Leiche zu verstecken.




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