„Atheneum Quartett“ zu Gast in der Deutschen Schule Teneriffa


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Das Streichquartett der Berliner Philharmoniker bot nicht nur ein romantisches Konzertprogramm, sondern suchte auch das Gespräch mit den Schülern

Im Rahmen ihrer 14-tägigen Europa-Tournee (Paris, London, Brüssel) waren die Berliner Philharmoniker unter Leitung von Sir Simon Rattle für einige Tage auf den Kanarischen Inseln Gran Canaria und Teneriffa. Sie bildeten mit ihren Konzerten den Abschluss des kanarischen Klassikfestivals mit einem hochkarätigen Programm.

Seit der Übernahme der Orchesterleitung durch Simon Rattle gibt es zahlreiche Projekte der Philharmonie, die dazu dienen, junge Menschen an die klassische Musik heranzuführen. Das bekannteste Beispiel ist der eindrucksvolle und mit vielen Auszeichnungen bedachte Dokumentarfilm „Rhythm is it“.

Blick hinter die Kulissen

Am 27.Februar hatten die Schüler der 11. und 12. Klassen die Möglichkeit, die Generalprobe der 2. Mahlersinfonie (c-Moll) auf Gran Canaria zu besuchen. Der Blick hinter die Kulissen, die Arbeit des berühmten Dirigenten mit dem Orchester und natürlich die außergewöhnlich und selten gespielte „Auferstehungssinfonie“ werden unvergessen in Erinnerung bleiben. Neben dem großen Sinfonie-Orchester der Berliner bestehen auch verschiedene kammermusikalische Ensembles. Das „Atheneum Streichquartett“, das 1990 gegründet wurde, war am 1. März zu Gast in der Deutschen Schule Teneriffa. Die vier Musiker Laurentius Dinca (1. Violine), Stephan Schulze (2. Violine), Walter Küssner (Viola) und Christoph Igelbrink (Cello) gaben ein herausragendes Konzert in der Aula der Deutschen Schule. Die Schülerinnen und Schüler durften nicht nur ein romantisches Programm verfolgen, sondern erhielten zudem Informationen über die Familie der Streichinstrumente. Die Instrumentalisten moderierten selbst das Programm und suchten das Gespräch mit den Schülern. Gespielt wurden zwei Sätze aus dem Streichquartett von Antonin Dvorak, das er in seiner Zeit in Amerika komponierte. Ebenso wie in der bekannten 9. Sinfonie „Aus der neuen Welt“ verarbeitete Dvorak dort kunstvoll folkloristische Elemente. Der langsame 2. Satz aus dem „Rosamunde-Streichquartett“ von Franz Schubert vervollständigte das Programm. Das „Atheneum Quartett“ spielte mit höchster Präzision, Anmut und Eleganz. Sowohl die lyrischen Elemente des getragenen Schubert-Satzes als auch die synkopisch tänzerischen Teile der Dvorak Sätze wurden virtuos interpretiert und begeistert von den jungen Zuhörern aufgenommen. Die Deutsche Schule Teneriffa legt großen Wert auf die kulturelle Bildung. So gibt es 100 Schüler in vier Bläserklassen, die auf schuleigenen Blasinstrumenten ausgestattet und ausgebildet werden. Weiterhin haben die Schüler Gelegenheit sich in Banda, Chor, Rockband oder Percussionensembles musikalisch zu entfalten. Der Besuch von Konzerten wird ebenso fest in den Unterrichtsplan mit vorgesehen und ermöglicht den Schülern einen direkten Zugang zur klassischen Musik. Schon im Juni wird es zu einer erneuten Begegnung der Deutschen Schule Teneriffa mit den Berliner Philharmonikern kommen, wenn 30 Schüler zu einem Schüleraustausch nach Berlin reisen. Sie sind auch dort zu Konzerten und Proben eingeladen!




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