Arbeitslosenquote: 32%


Neuer Höchststand Ende März

Laut der neuesten Umfrage des Nationalen Statistikinstituts (INE) stieg die Zahl der Arbeitslosen auf den Kanarischen Inseln im ersten Vierteljahr um 20.400 auf 362.300. Damit erreichte die Quote wieder einen neuen Höchststand und betrug Ende März 32%.

Das bedeutet, dass nach dem ersten Vierteljahr jeder dritte Canario arbeitslos war und im Vergleich zwischen den autonomen Regionen die Kanarischen Inseln fast die höchste Arbeitslosigkeit aufwiesen, nur noch übertroffen von Andalusien (33%).

Doch während im letzten Vierteljahr 2011 der Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem auf dem Verlust bzw. der Zerstörung von Arbeitsplätzen beruhte, war der jetzige Anstieg vielmehr darauf zurückzuführen, dass viele Neuzugänge auf den Arbeitsmarkt geströmt sind. So gingen „nur“ 3.300 Arbeitsplätze verloren, doch 17.200 erstmals Arbeitssuchende kamen hinzu.

Im Vergleich zu den Daten des Vorjahresmonats stieg die Zahl der Arbeitslosen um 49.900 bzw. 16%. Innerhalb eines Jahres wurden 22.600 Stellen vernichtet und 27.300 Personen drängten zum ersten Mal auf den Arbeitsmarkt.

Die EPA (Encuesta de Población Activa) genannte Umfrage brachte zutage, dass 52% der Arbeitslosen bereits seit über einem Jahr nicht mehr beschäftigt waren, 30% sogar schon mehr als zwei Jahre.

Ende März gab es auf den Kanarischen Inseln 111.200 Haushalte, deren sämtliche Mitglieder arbeitslos waren.

Anfang Mai veröffentlichte das spanische Arbeitsministerium die neueste Statistik über die bei den Arbeitsämtern als arbeitslos Gemeldeten (die generell von der EPA nach unten abweicht). Demnach erhöhte sich im April die Zahl der beim kanarischen Arbeitsamt als arbeitslos Gemeldeten auf 288.752. Dabei handelte es sich um die vierte Steigerung in Folge und mit 1,8% die größte unter allen autonomen Regionen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg die Zahl sogar um erschreckende 12,4% an. Spanienweit verzeichnete das Arbeitsministerium 6.632 Eingeschriebene weniger.

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