Als Bürgermeister verdienen wie der Präsident…


Die Unterschiede zwischen den Gehältern der kanarischen Stadtväter sind schier „unglaublich“

Alle vier Jahre wieder erregt nach den Gemeinde- und Kommunalwahlen insbesondere die Bestimmung möglicher neuer Gehälter von Bürgermeistern und ihren Regierungsmannschaften die Gemüter der Einwohner.

So auch auf den Kanarischen Inseln, wo die Unterschiede oft so gewaltig und ungerechtfertigt sind, dass man sich kaum erklären kann, wieso hier gesetzlich kein Einhalt geboten wird.

So gibt es zwar einerseits vielerorts Bürgermeister und Ressortleiter die freiwillig auf ein direktes Gehalt verzichten. Andererseits schreit es jedoch zum Himmel, dass sich in zahlreichen kleinen kanarischen Gemeinden immer wieder Bürgermeister ein Gehalt „verschaffen“, das dem des spanischen Regierungschefs gleichkommt.

So verdienen Stadtväter von vergleichsweise kleinen Ortschaften wie Santa Brígida, Arucas und Telde auf Gran Canaria, Mazo auf La Palma und Valverde auf El Hierro nicht nur erheblich mehr als beispielsweise der Bürgermeister von Las Palmas de Gran Canaria, eine der einwohnerreichsten Gemeinden, sondern sogar annähernd soviel wie Spaniens Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero.

Mehr als Spaniens Regierungschef

Die Rede ist hier von Gehältern, die bis zu 6.072 Euro monatlich betragen können. Zum Vergleich: Regierungschef Rodríguez Zapatero verdient monatlich 6.317 Euro. In zwei Fällen, nämlich in Santa Cruz de Tenerife und in La Matanza, verdienen die Bürgermeister sogar mehr als der Ministerpräsident. Miguel Zerolo und Ignacio Rodríguez können sich am Ende des Monats auf ein Gehalt von über 7.000 Euro freuen und gehören damit zu den bestbezahlten Einwohnern der Kanaren.




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