Albtraum für ein besseres Leben?


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Wieder sind 14 afrikanische Bootsflüchtlinge bei der Überfahrt zu den Kanaren ums Leben gekommen

September kristallisiert sich als ein besonders tragischer Monat im Hinblick auf das Drama der illegalen Immigration heraus. Wobei sich der Höhepunkt der Tragödie gleich in den ersten Tagen des Monats abspielte, als die Guardia Civil am 3. September südlich von Gran Canaria eines der prekären Holzboote auffischte, das illegale Immigranten für die Überfahrt von Afrika zu den Kanaren benutzen.

An Bord befanden sich 60 Westafrikaner, 14 davon hatten die Überfahrt nicht überlebt.

Nach Aussagen der Überlebenden war ihr Boot etwa eine Woche zuvor von Mauretanien aus in See gestochen. Ein defektes GPS-System und ein Motorschaden führten dazu, dass das Boot schon nach kurzer Strecke führerlos im Meer trieb. Auch sei der Bootsführer nach drei Tagen Fahrt erkrankt und als einer der Ersten verstorben. Die wenigen mitgeführten Lebensmittel und das Trinkwasser waren schnell aufgebraucht. Bis das Boot von dem hochmodernen Überwachungssystem SIVE gesichtet wurde und ein Rettungsboot losgeschickt werden konnte, hatte das Drama bereits seinen Lauf genommen.

Insgesamt haben nach offiziellen Daten in diesem Jahr bereits 37 Flüchtlinge die Fahrt in ein vermeintlich besseres Leben nicht überlebt. Die Dunkelziffer dürfte weit höher liegen. Währenddessen erreichen fast täglich neue Flüchtlingsboote die Kanaren.




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