Abweichende Bevölkerungstendenzen


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Mehr Einwohner auf den Kanaren, aber weniger Einwohner landesweit

Das Nationale Statistikinstitut (INE) veröffentlichte kürzlich die neuesten Schätzungen zur Bevölkerungsentwicklung in den nächsten zehn Jahren. Halten die aktuellen Tendenzen an, sollen die Einwohnerzahlen Spaniens sinken und die der Kanaren anwachsen.

Madrid – Spanienweit soll die Bevölkerung um über eine halbe Million bzw. 1,2% abnehmen und 2021 nur noch 45,6 Millionen Personen betragen.

Auf den Kanarischen Inseln soll die Einwohnerzahl von 2.100.236 auf 2.157.229 steigen; das würde ein Plus von 56.993 bzw. 2,7% bedeuten.

Begründet wurde die negative Entwicklung der Einwohnerzahlen Spaniens mit der zunehmenden Abwanderung ins Ausland und dem weiteren Absinken der Geburtenrate.

Allein in diesem Jahr sollen 450.000 Menschen nach Spanien ziehen, über 580.000 Spanier jedoch ihr Heimatland verlassen.

Das Absinken der Geburtenrate um circa 18% begründet sich laut INE darauf, dass die Frauen der geburtenarmen Achtziger und Anfang der Neunziger bald ins gebärfähige Alter kommen.

In zehn Jahren soll das durchschnittliche Alter der spanischen Erstgebärenden auf 31,1 Jahre und die Lebenserwartung bei Männern auf 80,9 und bei Frauen auf 86,3 Jahre ansteigen.




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