Ablösung im Hafen von Santa Cruz


Foto: EFE

Ensco zieht die eigenen Bohrinseln ab, dafür wird ein Großauftrag von Seadrill erwartet

Teneriffa – Ensco, britischer Betreiber von Bohrinseln und –        schiffen, verlegt dieser Tage seine teilweise seit Jahren an der Ost-Mole des Hafens von Santa Cruz liegenden Einheiten nach Las Palmas. Doch es kündigt sich bereits ein neuer Kunde an: Der norwegische im Erdölfördersektor tätige Konzern Seadrill wird die Bohrinsel „West Bollsta“ mit einem konkreten Reparaturauftrag für lokale Unternehmen nach Santa Cruz schicken.

Pedro Suárez, Präsident der Hafenbehörde von Santa Cruz de Tenerife, erklärte, zwar würde der Hafen mit Abzug von Ensco weniger Liegegebühren einnehmen, doch ziehe es die Hafenbehörde vor, wenn die Liegeplätze von Bohrinseln oder Schiffen mit Reparatur- oder Wartungsaufträgen für die lokalen Unternehmen belegt würden. Die Ost-Mole sei kein Parkplatz für Bohrinseln. Man setze sich dafür ein, dass hier Einheiten anlegten, die den Unternehmen Aufträge bringen, zu Einnahmen verhelfen und Arbeitsplätze schaffen würden.

Die Hafenbehörde nahm im vergangenen Jahr 13,1 Millionen Euro an Liegegebühren ein, davon wurden 2,8 Millionen Euro von Ensco bezahlt (21%).

Es wurde ebnfalls bekannt, dass Tenerife Shipyards mit den Reparaturarbeiten auf der „West Bollsta“ beauftragt wurde. Das Projekt ist mit über einer Million Euro veranschlagt. Die Abwehrelemente der Bohrinsel sollen erneuert, Panele am Bohrturm entfernt und die Unterbringung der Besatzung verbessert werden.

Am 11. September soll mit den Arbeiten begonnen werden.

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