Abenteuer-Kletterpark auf La Palma


© Kletterpark in Lichtenstein

Eröffnung 2011?

Die italienische Firma Acropark beabsichtigt, im nächsten Jahr einen Abenteuer-Kletterpark auf La Palma zu eröffnen.

Der Hochseilgarten wird Klein und Groß viel Spaß und Freude bereiten, denn wer würde sich nicht gern einmal wie Tarzan oder Jane unter Baumkronen durch die Lüfte schwingen?

Der zukünftige Hochseilgarten soll in dem Gebiet von Hoyo del Rehielo in Breña Baja errichtet werden. Auf 15.000 qm werden Stahlseile, Seilrutschen, Hängebrücken, Treppen, Netze und Lianen das Waldgebiet zum Erlebnis-Kletterpark machen und dem Besucher einen sportlichen Spaß in freier Natur bieten. Es werden mehrere Parcours verschiedener Schwierigkeitsgrade eingerichtet, deren Überwindung zwischen 45 und 90 Minuten andauern. Farben weisen die Parcours nach Gefahrenstufe aus: grün für Aktivitäten in einer Höhe von einem Meter, blau für zwei bis sechs Meter, rot für maximal zwölf Meter.

Die Kletterer, Hangler oder einfach nur Neugierigen werden mit Gurtzeug, Seilen und Rollen gesichert und mit Helm und Handschuhen ausgestattet. Zu Beginn unterziehen sich die Besucher einem Test, bei dem der Leiter den Geschicklichkeitsgrad eines jeden Einzelnen feststellt.

Hervorzuheben ist die Naturfreundlichkeit des Projektes, denn die Materialien werden an den Pinien derart befestigt, dass kein direkter Kontakt zu den Bäumen besteht und die Stämme nicht beschädigt werden. Als zusätzliche Infrastrukturen werden nur ein 12 qm großes Häuschen für Rezeption und Lagerung sowie drei Toiletten, darunter eine behindertengerechte, benötigt.

Anfang November reichte die italienische Firma Acropark das Projekt beim Umweltamt von La Palma ein. Den Betreibern ging es nicht um öffentliche Zuschüsse zu den veranschlagten Kosten von 180.000 Euro, sondern um die Vergabe der nötigen Genehmigungen.

Kurz darauf bewilligten die Stadtverwaltung von Breña Baja und das Umweltamt von La Palma die Genehmigungen. Sowohl Bürgermeister Jaime Sicilia als auch der Leiter des Umweltamtes Julio Cabrera stimmten überein, dass es sich um ein „sehr interessantes“ Projekt und ein „Freizeitangebot in der Natur“ handele und hoben hervor, das Vorhaben werde mit privatem Geld finanziert, wenn auch auf öffentlichem Boden. Da es sich um ein mit Kiefern bewachsenes Gebiet innerhalb eines Naturparks handele, werde das Umweltamt die Umsetzung des Vorhabens sowohl unterstützen als auch kontrollieren.

Marco Di Carlo, Betreiber des Projektes, erklärte, bereits seit vier Jahren mit der Planung beschäftigt zu sein. Eine Umweltstudie sei bereits in Auftrag gegeben worden. Di Carlo bekräftigte, ein Abenteuer-Kletterpark würde niemandem Touristen wegnehmen, sondern das bestehende Freizeitangebot ergänzen. Ein derartiger Erlebnispark werde insbesondere deutsche Urlauber anziehen, da es in Deutschland mehr als 70 Hochseilgärten gäbe.

Acropark betreibt bereits drei dieser Anlagen in Italien (Río Cento, Laghetto Roana, Castello Molina) und erwägt, evtl. auch einen solchen Abenteuer-Kletterpark in Los Baldíos, La Laguna, einzurichten.




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