7 Inseln 7 Gipfel


© Sonia Matesanz

In einer Woche von Insel zu Insel und jeweils auf den höchsten Berg

Antonio de la Rosa ist seit Anfang der 90er Jahre begeis­terter Extremsportler und immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Der mehrfache spanische Meister und Europameister im Quadrathlon (Vierkampf aus Schwimmen, Radfahren, Kanufahren und Laufen) hat auf den Kanarischen Inseln eine wahrlich erstaunliche Leistung vollbracht. Allein mit Muskelkraft und mit Hilfe eines Kajaks und eines Fahrrads paddelte er von Insel zu Insel, um dann mit dem Mountainbike und schließ­lich zu Fuß den jeweils höchs­ten Punkt jeder Insel zu erreichen.

In 7 Tagen, 23 Stunden und 35 Minuten gelang ihm die selbstgestellte Aufgabe und er erreichte erschöpft das letzte Etappenziel El Hierro.

Begonnen hatte er sein Abenteuer auf La Graciosa, der kleinsten Insel, deren höchster Punkt keine wirklich schwere Aufgabe darstellte. Nach Lanzarote, Fuerteventura und Gran Canaria (wo es immerhin den 1.949  m hohen Pico de las Nieves zu bewältigen galt) kamen die schweren Etappenziele Teneriffa und La Palma, wo extreme Höhenunterschiede zu überwinden waren.

Die abenteuerliche Expedition, die den Sportler an die Grenzen seiner körperlichen Kräfte brachte, umfasste insgesamt circa 885 Kilometer, von denen Antonio de la Rosa mehr als die Hälfte auf dem Atlantik zurücklegte.

Eigentlich hätte das Projekt „8 Inseln 8 Tage“ heißen müssen, denn schließlich ließ Antonio auch die kleine Insel La Graciosa nicht aus. Vom 10. bis 18. Oktober verausgabte sich der aus Valladolid gebürtige Extremsportler auf den Kanaren. Schier endlos paddelte er auf dem Atlantik – auf der letzten Etappe von La Palma nach El Hierro zwölf Stunden am Stück –, um sich nach einer kurzen Ruhepause aufs Mountainbike zu schwingen und kurvenreiche Straßen hinaufzufahren. Auf der Landstrecke gestaltete sich Teneriffa besonders anstrengend, wo Antonio am fünften Tag in Santa Cruz de Tenerife ankam und bis hinauf in den Teide-Nationalpark einen langen und steilen Weg vor sich hatte. Bei Montaña Blanca tauschte er dann das Fahhrad gegen die Wanderstiefel und machte sich auf den Weg zum Gipfel des Teide (3.718 m). Von dort aus konnte er dann auf die drei Inseln blicken, die ihm zur Bewältigung der Herausforderung noch fehlten: La Gomera, La Palma und El Hierro.

Am 18. Oktober war es dann geschafft. Erschöpft von der Anstrengung, nach mehreren Stürzen und mit einigen Blessuren aber rundum zufrieden mit sich selbst bezwang Antonio den letzen Gipfel des Abenteuers auf den Kanaren, den Pico de Malpaso auf El Hierro.

Gesponsert wurde er unter anderem von Teneriffas Tourismusamt Turismo de Tenerife.




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