6.000 Kinder können auch im Sommer in der Schule essen


Krisenmaßnahmen

Um die Not, in die viele Familien durch die Krise geraten sind, zu lindern, öffnen in diesem Sommer rund 162 Schulen ihre Pforten, damit Kinder dort auch während der Ferien in der Schulkantine essen können.

Insgesamt 6.160 Kinder haben sich für diese Maßnahme angemeldet. Das Interesse bleibt damit etwas hinter den Erwartungen der Bildungsbehörde zurück, die mit bis zu 8.000 Teilnehmern gerechnet hatte. Dazu kommt ein Teil jener 14.000 Schüler, die an den Sommer-Englischkursen der Kanarenregierung und anderen Sommeraktivitäten der Gemeinden teilnehmen.

Der kostenlose Kantinenbesuch ist für alle Kinder gedacht, welche auch während der Schulzeit wegen Bedürftigkeit zu hundert Prozent vom Beitrag zum Schulessen befreit sind und solche Kinder, die von den einzelnen Schulleitungen dafür vorgeschlagen wurden.

Auf Teneriffa nehmen 2.836 Kinder das Angebot wahr. Damit stellt die Insel die meisten Teilnehmer. Auf Gran Canaria sind es 2.296 Schulkinder, auf La Palma 358, auf Fuerteventura 324, auf Lanzarote 246, auf El Hierro 57 und auf La Gomera 41.

Für die Sommer-Englischkurse hat das kanarische Bildungsressort 321 arbeitslose Lehrer und Gruppenleiter engagiert, die vom kanarischen Arbeitsamt bezahlt werden.

Die Gesamtkosten des Programms, das im Juli und August durchgeführt wird, liegen zwischen einer und eineinhalb Millionen Euro. Davon entfallen 450.000 Euro auf die Anstellung der Englischlehrer.

Der Bildungsbeauftragte der Kanarenregierung, José Miguel Pérez, der die endgültigen Zahlen des Programms bekannt gab, räumte ein, dass es möglicherweise einige Mängel bei der Umsetzung des Programms geben werde, da es das erste Mal sei, dass eine solche Maßnahme durchgeführt werde. Pérez hob die Unterstützung durch einige Inselregierungen hervor. Beispielsweise habe La Gomera die Finanzierung der Beförderung der Schüler übernommen.




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