400 Megawatt aus Solar- und Windenergie


Das Windwasserkraftwerk auf El Hierro übernimmt an manchen Tagen bereits die vollständige Stromversorung der Insel allein mit Erneuerbaren Energien. Foto: EFE

Industrieminister Pedro Ortega präsentierte auf einem EU-Seminar die Entwicklung der Erneuerbaren Energien auf den Kanaren

Kanarische Inseln – Der kanarische Minister für Wirtschaft, Industrie und Handel, Pedro Ortega, hat im Verlauf eines Seminars der Fachkommission für Kohäsionspolitik und EU-Haushalt (COTER) des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) die erhebliche Entwicklung vorgestellt, welche die Kanarischen Inseln bezüglich der Erneuerbaren Energien durchlaufen haben. „In der aktuellen Legislaturperiode haben wir es geschafft, eine Gesamtleistung von 400 Megawatt aus Solar- und Windkraft zu erreichen“, erklärte Ortega, der das Energie-Netzwerk der ultra-peripheren Regionen (RUP) leitet. Er wandte sich an die Repräsentanten der EU, um ihnen die Ziele, an denen die ultra-peripheren Regionen arbeiten, zu erläutern und insbesondere über die Projekte zu berichten, die auf den Kanaren durchgeführt werden.

Laut Ortega trägt das Energie-Netzwerk der RUP dazu bei, die Führungsrolle Europas im Bereich der Energiewende zu festigen. Es sei ein Werkzeug zur Steigerung der Energieeffizienz und der massiven Ausbreitung Erneuerbarer Energien in diesen Regionen. Dies trage nicht nur bezüglich des Umweltschutzes Früchte, sondern auch in Bezug auf die Wirtschaft, die Beschäftigung und die technologische Entwicklung.

Der Regionalminister hob hervor, dass die ultra-peripheren Regionen in der neuen Europäischen Direktive zu den Erneuerbaren Energien 2020-­2030 besondere Erwähnung und eine differenzierte Behandlung erhalten.

Über die Energiepolitik der Kanaren sagte er, seit dem Jahr 2015 sei es gelungen, den Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung zu steigern, sodass immer wieder Spitzenwerte von 35% erreicht würden und durchschnittlich bis zu 13% des monatlich erzeugten Stroms aus solchen Quellen stammten. Zum Ende des laufenden Jahres 2018 werde man voraussichtlich die in 2015 installierte Leistung von 330 Megawatt auf 660 Megawatt verdoppeln und so einen Anteil von 20% erreichen.

Für die Zukunft seien Pumpspeicherwerke auf Teneriffa und Gran Canaria geplant, sowie eine Verbindung der Stromnetze von Teneriffa und La Gomera und eine Verstärkung der schon existierenden Verbindung zwischen Fuerteventura und Lanzarote.




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