40 Mio. für Schul-Computer


Digitale Lehrmedien haben schon seit geraumer Zeit einen Platz in den Klassenräumen der Kanarischen Inseln erobert. Foto: Gobierno de Canarias

Kanarisches Bildungsressort schafft neue Rechner, Tablets und elektronische Tafeln für die Schulen an

Teneriffa – Das kanarische Bildungsressort wird im Verlauf dieses Jahres vierzig Millionen Euro investieren, um digitale Medien in die Klassenräume zu bringen und die schon vorhandenen Rechner zu erneuern. Wie die kanarische Bildungsministerin Soledad Monzón bekannt gab, werden gerade 5.000 zusätzliche Tablet-PCs an die Schulen verteilt, und alle Grundschulen wurden mit elektronischen Tafeln ausgestattet. Für die Oberschulen werden 3D-Drucker angeschafft und die veralteten PCs ersetzt.

Im Rahmen des Projekts „Brújula“ (Kompass) sollen die Schulbücher immer mehr durch digitale Inhalte ersetzt werden. Zudem sollen alle Schulen mit Breitband-Internet ausgestattet werden, ein Ziel, dass schon zu 80% umgesetzt ist.

Mehr Dialog

Die Regionalregierung ist sehr darum bemüht, dafür zu sorgen, dass die Kanarischen Inseln im Bereich der Digitalisierung und Informatik an vorderster Front mithalten können. Zu diesem Zweck werden im Bildungsbereich und in der Unternehmensförderung erhebliche Anstrengungen unternommen. Die Informatik, aber auch die digitale Unterhaltungsindustrie sind aufstrebende Sektoren, die zur Diversifizierung der kanarischen Wirtschaft beitragen und die große Abhängigkeit vom Tourismus abmildern helfen sollen. Jüngst sorgte eine Initiative, eSport-Wettkämpfe (Videospiele) in das Nachmittagsangebot der Schulen aufzunehmen, für eine breite gesellschaftliche Kontroverse und wurde zunächst verschoben. Kanarenpräsident Fernando Clavijo hat nun eingeräumt, dass es möglicherweise vor dem Start des Pilotprojekts einer „eSports-Schulliga“ zu wenige Gespräche gegeben habe, und kündigte an, den sozialen, politischen und erzieherischen Dialog zu erweitern.




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