3,7 Tonnen Kokain ins „Netz“ gegangen


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Guardia Civil fängt Schiff mit 3,7 Tonnen Kokain auf hoher See ab

Operation Goterón. Unter diesem Namen ist am 10. Oktober ein großer Schlag gegen eine internationale Drogenmafia gelungen. Nach einem Hinweis der US-amerikanischen Drogenbehörde DEA (Drug Enforcment Agency) hatte die Guardia Civil alle Vorbereitungen getroffen, um ein Fischerboot mit 3,7 Tonnen Kokain an Bord auf hoher See abzufangen.

Nach der Festnahme von neun Venezolanern und einem Spanier an Bord der Yemaya II, mit der das Kokain von Venezuela über die Kanaren auf das spanische Festland transportiert werden sollte, erklärten die Behörden jedoch, dass die Ermittlungen noch weiter liefen und weitere Festnahmen im Verlauf der kommenden Wochen nicht ausgeschlossen werden könnten.

Über die Ermittlungen, die zum Erfolg der Operation geführt haben, wurde aus verständlichen Gründen wenig bekannt, außer dass sie langwierig und kompliziert gewesen sind. Nachdem man die Spur der Drogenhändler aufgenommen hatte und den genauen Termin für den Kokaintransport kannte, wurde ein Zollschiff der Guardia Civil ent–

sandt, um die Yemaya II abzufangen. Die Aktion erfolgte 1.500 Seemeilen vor der venezolanischen Küste, also näher an Venezuela als an Spanien. Da das Schiff unter venezolanischer Flagge unterwegs war, wurde die Regierung dieses  Landes gefragt, um das Schiff zu kapern.

Zwei Schnellbote wurden vom Guardia Civil-Schiff ins Wasser gelassen, die trotz widriger Wetterbedingungen, die Yemaya II zum Anhalten bringen konnten. Bei der Untersuchung des Schiffes wurden insgesamt 3,7 Tonnen Kokain in versteckten Ladeflächen entdeckt.

Das Kokain sollte vor kanarischen Gewässern in Schnellboote umgeladen werden, die die „Ware“ auf die Kanaren bringen sollten. Von hier aus wäre das Kokain weiter nach Spanien geschmuggelt worden. Der Wert der gefährlichen Ware beträgt mehr als 110 Mio. Euro, bzw. das 10-fache im „gestreckten“ Zustand für den Straßenverkauf.




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