30 Jahre IAC


© Daniel López / IAC

Ausstellung anlässlich des Jubiläums in La Laguna

Der 28. und 29. Juni 1985 waren geschichtsträchtige Tage für die Inseln. Nie zuvor hatte es ein solches Zusammentreffen von Prominenz und Royals gegeben. Anlass war die feierliche Einweihung der Sternwarten von Teneriffa und La Palma sowie des Hauptsitzes des neu gegründeten Astrophysikalischen Instituts der Kanaren (IAC) in La Laguna.

Zahlreiche Mitglieder europäischer Königshäuser und auch der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker kamen, um dieses bedeutende wissenschaftliche Projekt Spaniens mit Beteiligung Deutschlands, Großbritanniens, Irlands, Hollands, Dänemarks, Schwedens und Norwegens aus der Taufe zu heben.

Das IAC feiert seine Geburtsstunde vor 30 Jahren nun mit der interaktiven Ausstellung „Lichter des Universums“, die an die Anfänge erinnert, aber auch einen Rück- und Einblick auf bzw. in die Arbeit der Astrophysiker und Forscher während der vergangen drei Jahrzehnte gibt. 

Für alle Interessierten veranstaltet die Teide-Sternwarte am 3. und 4. Juli Tage der offenen Tür.

Einmal im Jahr öffnet das Astrophysikalische Institut der Kanaren – Instituto de Astrofísica de Canarias, IAC – die Türen der Sternwarte von Izaña für Besucher. Am Freitag, dem 3. und Samstag, dem 4. Juli werden zwischen 10.00 und 15.00 Uhr kostenlose Führungen angeboten. Die Wissenschaftler stehen den Besuchern dann Rede und Antwort. Es werden Live-Beobachtungen durch Sonnenteleskope stattfinden, deren Funktionsweise erklärt wird, und Workshops angeboten.

Ziel der Tage der offenen Tür ist es, der Bevölkerung der Insel und auch Besuchern Einblick in die Wissenschaft der Astronomie zu geben und auf diese Weise die Bedeutung der Forschungen auf diesem Gebiet für die Menschheit zu vermitteln.

  Wer also Fragen nicht nur über die Sonne, sondern auch über Planeten, Galaxien, Exoplaneten oder interstellare Materie stellen möchte, wird auf kompetente Gesprächspartner treffen. 

Besichtigen kann man an beiden Tagen eine ganze Reihe von Teleskopen: Das THEMIS-Sonnenteleskop, das IAC-80-Teleskop, das Carlos Sánchez-Teleskop, das Solarlaboratorium, die optische Erdstation OGS, das Bradford-Teleskop und das Vakuumturmteleskop (VTT), das hauptsächlich zum Studium der Atmosphäre der Sonne eingesetzt wird. Es wird vom Kiepenheuer-Institut für Sonnenphysik (KIS) zusammen mit dem Institut für Astrophysik der Universität Göttingen, dem Leibniz-Institut für Astrophysik Potsdam und dem Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung betrieben. 

Der Einlass erfolgt strikt in der Reihenfolge der Ankunft der Besucher. Geparkt werden darf ausnahmsweise auf dem Gelände. Es wird empfohlen, gutes Schuhwerk und der Höhe (2.300 m) entsprechende Kleidung zu tragen, sowie an Sonnenschutz und Kopfbedeckung zu denken.




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