30.000 Strafzettel in 11 Monaten


Die „blaue Zone“ in der Innenstadt von Puerto del Rosario sorgt für Unmut in der Bevölkerung

Fuerteventura – Die Ausweitung der „blauen“ Parkzone im April vergangenen Jahres hat es nahezu unmöglich gemacht, im Zentrum der Inselhauptstadt Puerto del Rosario noch einen kostenlosen Parkplatz zu finden. In dieser Zone müssen an Automaten, die am Straßenrand stehen, Zettel für die beabsichtigte Parkzeit gezogen und sichtbar im Fahrzeug platziert werden.

Seit April 2017 wurden in der „blauen Zone“ über 30.000 Ordnungsstrafen verhängt.

Massive Beschwerden der Einwohner haben nun dazu geführt, dass die Verantwortlichen in der Stadtverwaltung die Bedingungen des Verwertungsvertrages mit dem Konzessionär neu verhandelt haben, um das Parken am Nachmittag wieder kostenfrei zu machen.

Dabei war zu berücksichtigen, dass das Parken in der „blauen Zone“ laut Vertrag in jedem Fall acht Stunden täglich kostenpflichtig bleiben muss. Diese Zeit soll nun aber vollständig in den Vormittag gelegt werden, statt wie bisher in zwei Teilzeitabschnitten auf den Vormittag und den Nachmittag verteilt zu werden. Dabei musste die Stadtverwaltung berücksichtigen, dass der Konzessionär auch nach der Änderung noch auf seine Kosten kommt, also die anvisierten Einnahmen durch die Parkgebühren nicht geschmälert werden.

Die „blaue Zone“ stieß von Anfang an auf breite Ablehnung in der Bevölkerung. Mit der Ausweitung der kostenpflichtigen Parkplätze von 400 auf 873 gibt es nun kaum noch eine Möglichkeit, in die Innenstadt zu fahren, ohne zur Kasse gebeten zu werden.




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