28-jährige Deutsche auf Fuerteventura erstochen


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Erstes Todesopfer häuslicher Gewalt in diesem Jahr

Am 14. April tötete vermutlich ein Spanier seine ehemalige Lebensgefährtin, eine junge Deutsche, in ihrem Haus in Tarajalejo (Fuerteventura) – das erste Todesopfer häuslicher Gewalt auf den Kanaren in diesem Jahr. Die 28-jährige Nicole Z. lebte mit dem 38-jährigen Claudio P.D. in einem Haus in Tarajalejo (Gemeinde Tuineje) auf Fuerteventura, bis sie sich Ende März voneinander trennten.

Am Abend des 13. April soll Claudio P.D. vor der Haustür von Nicole erschienen sein und sie zum Öffnen gezwungen haben. Was in den Folgestunden geschah, konnte bisher nicht geklärt werden, doch laut der Guardia Civil soll Claudio P.D. am frühen Morgen des 14. April rund 30 Mal auf die junge Deutsche mit einem Messer eingestochen haben. Die gerichtsmedizinische Untersuchung ergab später, dass Nicole Z. infolge der Messerattacke verblutete.

Erst gegen fünf Uhr nachmittags fand ein Familienangehöriger die junge Frau und verständigte den Notruf. Die Polizei sicherte den Tatort und leitete die Suche nach dem verdächtigten Claudio P.D. ein, der gegen halb acht Uhr abends festgenommen und in das Quartier der Guardia Civil in Puerto del Rosario gebracht wurde.

Am 16. April legten die Vertretung der Zentralregierung auf den Kanarischen Inseln, das Cabildo von Fuertventura und diverse Rathäuser der Insel um 12 Uhr eine Schweigeminute zum Gedenken an die junge Frau ein. Am selben Tag ordnete das Gericht von Puerto del Rosario auch die Untersuchungshaft ohne Kaution für den Verdächtigen an.

Die Familie von Nicole Z. ließ ihren Leichnam nach Gran Canaria bringen, wo die junge Frau im Beisein kanarischer Politiker am 22. April beerdigt wurde.




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