25% der Canarios sind durch Arbeitslosigkeit oder prekärer Arbeitsbedingungen von Armut bedroht


Die Arbeitslosenquote liegt weiter über 20%. Foto: EFE

Selbst ein Hochschulabschluss ist auf den Kanaren längt keine Garantie für finanzielle Sicherheit

Kanarische Inseln – Mehr als 260.000 Canarios sind in einer Spirale von Arbeitslosigkeit oder einem prekären Arbeitsverhältnis gefangen, wie aus einer Studie der Stiftung der Studien über angewandte Wirtschaft (Fedea) und Accenture hervorgeht. Konkret sind es 263.163 Personen, die Ende letzten Jahres ohne Anstellung waren oder mit einer schlecht bezahlten Stelle und ohne Aussicht auf einen Weg aus der Armut.

Bei diesen 263.000 Personen, die fast ein Viertel der Bevölkerung ausmachen, handelt es sich hauptsächlich um Frauen, knapp 150.000 gegenüber 113.000 Männern. Nach Altersgruppen geht es vor allem um Personen zwischen 45 und 64 Jahren, etwas über 100.000, gefolgt von der Altersgruppe zwischen 30 und 44 Jahren mit fast 100.000 und den jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren, deren Zahl mit 60.000 angegeben wird.

Wie die Studie zeigt, schützt auch eine höhere Ausbildung nicht vor der Spirale von Arbeitslosigkeit und prekärem Arbeitsverhältnis. Demnach laufen über 52.000 junge Leute mit einem Universitätsabschluss Gefahr, in die Armut abzurutschen. Das weist darauf hin, dass bestimmte Berufsbilder auf dem kanarischen Arbeitsmarkt nur wenig gefragt sind.

Die meisten der in der Studie aufgeführten Personen haben allerdings nur die obligatorische Sekundarstufe (ESO) beendet, über 96.000, gefolgt von den 69.000, welche die Oberstufe, das Bachillerato abgeschlossen haben. Rund 45.000 haben lediglich die Grundschule besucht.




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