22 neue Geräte für die Onkologie dank großzügiger Spende


Der Präsident der kanarischen Regierung Fernando Clavijo (l.) und der Generaldirektor der Stiftung Amancio Ortega besiegelten mit ihren Unterschriften die Übertragung von 17 Millionen Euro an das kanarische Gesundheitssystem. Foto: EFE

Die Stiftung von ZARA-Gründer Amancio Ortega spendet 17,17 Millionen Euro

Kanarische Inseln – Was macht einer der reichsten Männer auf der Welt mit seinem Vermögen? Er spendet! Diese Antwort trifft auf Amancio Ortega, Gründer der erfolgreichen Unternehmensgruppe Inditex zu, der auf der Forbes-Liste „The World’s Billionaires“ 2018 den 6. Platz belegt. Sein Vermögen wird auf 70 Milliarden US-Dollar geschätzt. Doch der Spanier ist einer der Reichen dieser Welt, die ihren schier unfassbaren Reichtum auch sinnvoll einsetzen.

Im Jahr 2001 gründete er die Amancio-Ortega-Stiftung, die ohne Gewinnabsichten Projekte in den Bereichen Bildung und Soziales unterstützt. 2012 gingen über die Stiftung 20 Millionen Euro an Cáritas, was für Schlagzeilen sorgte, weil es die größte Spende war, die die Hilfsorganisation je bekommen hatte. Fünf Jahre später legte die Stiftung nach: Im März 2017 und angeblich anlässlich des 81. Geburtstages des medienscheuen Unternehmers stiftete die Fundación Amancio Ortega dem öffentlichen spanischen Gesundheitswesen sage und schreibe 320 Millionen Euro für die Verbesserung der Ausstattung und den Erwerb von Geräten in den onkologischen Abteilungen von Krankenhäusern in ganz Spanien.

Auch die Krankenhäuser auf den Kanarischen Inseln erhalten mit 17.170.000 Euro ihren Anteil für die Verbesserung ihrer Onkologieabteilungen. Im Mai 2017 fand aus diesem Anlass im Regierungssitze in Las Palmas de Gran Canaria die Unterzeichnung der Grundsatzvereinbarung statt, an der für die Amancio-Ortega-Stiftung ihr Vizepräsident, José Arnau, und für die kanarische Regierung Präsident Fernando Clavijo und der Leiter des regionalen Gesundheitsressorts, José Manuel Baltar, teilnahmen (das Wochenblatt berichtete).

Die damals unterzeichnete Absichtserklärung zwischen der Stiftung und der kanarischen Regierung wurde nun umgesetzt, was am 7. November mit der Unterschrift des Generaldirektors der Amancio-Ortega-Stiftung, Óscar Ortega, und Kanarenpräsident Fernando Clavijo besiegelt wurde. Über das kanarische Gesundheitsamt wurden 22 Geräte neuester Technologie für die Diagnose und auch für die Behandlung von Krebs erworben. Wie der Leiter des kanarischen Gesundheitsressorts, José Manuel Baltar, erklärte, sollen alle neuen Geräte bis Jahresende im Einsatz sein.

Neue medizinische Geräte

Das Krankenhaus Doctor Negrín auf Gran Canaria wird mit einem Elektronen-Linearbeschleuniger, einem digitalen Mammographiegerät sowie einem Apparat für Strahlentherapie und einem Kernspintomographen, einem Computerto­-

mo­graphen und einem Gerät für Brachytherapie ausgestattet.

Das Hospital Universitario Insular Materno Infantil, ebenfalls auf Gran Canaria, erhält ein digitales Mammographiegerät, eine Gammakamera, ein SPECT-Gerät und einen Computertomographen.

Auf Teneriffa wird das Universitätskrankenhaus La Candelaria mit einem Elektronen-Linearbeschleuniger, einem Apparat für Strahlentherapie, einer Gammakamera und einem Gerät für Brachytherapie ausgestattet.

Das Hospital Universitario de Canarias (HUC) erhält ebenfalls einen Linearbeschleuniger, ein Mammographiegerät, einen Kernspintomographen, eine Gammakamera und ein Gerät für Brachytherapie.

Für das öffentliche Krankenhaus auf Fuerteventura ist ein digitales Mammographiegerät vorgesehen, und das Krankenhaus von Lanzarote erhält einen CT und ein Mammographiegerät.




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