2005 – Drogen-Rekordjahr


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Wert der beschlagnahmten Drogen übersteigt 1,1 Milliarden Euro

Die Kanarischen Inseln sind aufgrund ihrer geographischen Lage ein wichtiger Knotenpunkt für den internationalen Warenverkehr. Doch nicht alle Waren, die über die kanarischen Häfen abgewickelt werden, sind legal. Mit über 30.000 Kilo Drogen, die im letzten Jahr auf dem Archipel beschlagnahmt wurden, geht 2005 als absolutes Rekordjahr in die Statistik ein.

Die zwei spektakulärsten „Funde“ des Jahres fanden auf hoher See statt. So gilt die „Operation Aguayro“ als wichtigster Schlag gegen die Drogenmafia, die von den Kanaren aus geleitet wurde. Bei der Aktion konnten mehr als 3.000 Kilo Kokain sichergestellt und ein angesehener Geschäftsmann mit seiner Frau festgenommen werden. Das Schiff der Schmuggler wurde von der Polizei beschlagnahmt.

Laut Informationen von Guardia Civil, Nationalpolizei und Zollbehörde sind im letzten Jahr auf den Kanaren und umliegenden Gewässern insgesamt über 30 Tonnen Drogen beschlagnahmt worden, überwiegend Haschisch und Kokain. Der Wert der Funde kann nicht leicht geschätzt werden, da es besonders bei Kokain auf die Reinheit des Stoffes ankommt. Dennoch erklärte die Polizei, dass die Funde bereits ohne weiteres Strecken der weißen Droge durch Unterhändler, einen Erlös von 1,1 Milliarden Euro auf dem Schwarzmarkt erbracht hätten.

Das sichergestellte Haschisch hätte nach der Berechnung für 20 Millionen Joints ausgereicht und mit dem Kokain könnten 135.000.000 „Lines“ konsumiert werden. Bei einer durchschnittlichen Länge von fünf Zentimetern ergäbe das eine einzelne Line von 7.650 Kilometern. Das entspricht in etwa der Länge des gesamten spanischen Schienennetzes oder der gesamten Küste des Landes.




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