1. Todesfall des neuen Jahres


Fast jeden Tag kommen neue Pateras an

Kanarische Inseln – Auch über Weihnachten und Neujahr kamen praktisch jeden Tag weitere Migranten an. Tragischerweise gab es im neuen Jahr 2020 schon einen ersten Toten zu beklagen. Am 5. Januar nahm die Seerettung 60 Menschen aus einer Patera auf und brachte sie in den Hafen von Arguineguín auf Gran Canaria. Einer von ihnen hatte die Überfahrt nicht überlebt. Im gesamten Jahr 2019 sind nach Angaben der IOM mindestens 170 Menschen bei dem Versuch, von Afrika aus auf die Kanaren zu gelangen, gestorben.

El Matoral wird geöffnet

In den vergangenen drei Wochen erreichten rund 500 Personen in 16 Booten Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote und Teneriffa. Um mehr Migranten unterzubringen zu können, wird nun auch das Ausländerzentrum auf Fuerteventura, CIE El Matoral, zusätzlich zum CIE Hoya Fría auf Teneriffa und dem CIE Barranco Seco auf Gran Canaria wieder geöffnet. Trotz der Kritik, auch vonseiten der spanischen Regierung, über menschenunwürdige Bedingungen in diesen Zentren, läßt die unerwartet große Zahl der Ankömmlinge vorerst keine andere Lösung zu.
Einem Aufruf der Regierungsdelegation auf den Kanaren an die 88 Gemeinden des Archipels, geeignete Räumlichkei- ten für die Migranten zur Verfügung zu stellen, sind bisher zehn Kommunen nachgekommen.

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