Zwei Mio. Blackberrys in Spanien ausgefallen


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Weltweite Störung stürzt den Hersteller in eine tiefe Krise

Vier Tage lang kämpfte der Hersteller der beliebten Blackberry-Handys im Oktober gegen einen Ausfall, der weltweit die Messenger-, Browser- und E-Mail-Dienste betraf.

Madrid – Spanienweit waren etwa zwei Millionen Benutzer betroffen. Besonders Privatkunden und kleinere Firmen, die keine eigene Infrastruktur wie große Unternehmen haben, hatten mit den Ausfällen zu kämpfen. Tausende Beschwerden gingen bei den Kunden-Hotlines der spanischen Netzbetreiber ein.

Es begann mit der verzögerten Zustellung von E-Mails und langsamer Internet-Verbindung. Schnell blockierten die aufgestauten Nachrichten den kompletten Service – für viele Nutzer ein Albtraum. Vor allem Geschäftskunden, für die zuverlässige Mobiltelefone überragend wichtig sind, wurde klar, wie anfällig zentral gesteuerte Netzwerke wie das Blackberry-System sind. Viele sehen sich nun nach Alternativen um und stürzen den Smartphone-Pionier Research in Motion (RIM), der ohnehin unter Druck steht, in eine tiefe Krise.

Viele Aktionäre sind unzufrieden und wollen am liebesten die beiden RIM-Chefs feuern. Sie meinen, die Manager hätten Trends verschlafen und den einstigen Innovationsvorsprung komplett an Hersteller wie Apple und Samsung verloren, die mittlerweile die Führung übernommen haben.




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