WhatsApp-Gruppe gegen Einbrüche


In La Estrella, La Garita, gab es in letzter Zeit zahlreiche Einbrüche. Foto: Fotos Aereas de Canarias

Die Anwohner von La Estrella in Telde schließen sich zusammen, um sich vor Raubzügen in ihrem Viertel zu schützen

Gran Canaria – Der Telder Ortsteil La Estrella an der Ostküste Gran Canarias wird seit einiger Zeit von einer Welle von Diebstählen heimgesucht, die sich vor allem auf die Straßen Clavel und Míster Blisse konzentrieren. Allein im Juni ereigneten sich nach Berichten der Anwohner rund zehn Einbrüche und Einbruchsversuche, einmal drei an einem einzigen Tag, ein anderes Mal sogar, während eine Familie mit Kindern sich in ihrem Haus befand. Die Einbrecher sind sowohl in der Nacht als auch am hellen Tag aktiv.

Schon seit Längerem fallen den Einwohnern immer wieder Fremde auf, die in den Straßen herumlungern, von Autos aus stundenlang die Gegend beobachten und anscheinend ihre Zielobjekte markieren, indem sie Papierkörbe oder Schilder in der Nähe der Häuser kennzeichnen. Deshalb vermuten sie hinter den Einbrüchen eine Bande, die auf diese Raubzüge spezialisiert ist.

Nun hat eine Gruppe von Einwohnern dieses Viertels, das aus einigen Straßen mit Reihenhäusern, mehreren ordentlichen Urbanisationen, von denen einige noch nicht komplett bebaut sind, und einem Alcampo-Einkaufszentrum besteht, beschlossen, selbst für mehr Sicherheit zu sorgen. In einer Versammlung kamen sie überein, selbst ein Auge auf das Geschehen im öffentlichen Raum und in den Straßen von La Estrella zu haben. In WhatsApp-Gruppen werden sie sich straßenweise vernetzen und sich gegenseitig über ungewöhnliche Vorgänge in ihrer Wohnumgebung informieren.

Außerdem wollen die Betroffenen die Nachbarschaftsvereinigung „Urbanisación Los Vientos de La Estrella“ wieder aufleben lassen, um den Institutionen gegenüber ihre Interessen wirksamer vertreten zu können. Dennoch sprachen sie der Polizei und insbesondere der Policía Nacional ihr Vertrauen aus, die ihre Streifenfahrten in La Estrella verstärkt habe und jeder Anzeige nachgehe. Mehr Einsatz wünscht man sich dagegen von der Policía Local, wohl wissend, dass deren Möglichkeiten wegen Personalmangels begrenzt sind.




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