Verwirrung um gebührenfreies Roaming in der EU


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Teneriffa – Vor gut einem Jahr hatte die EU-Kommission noch vollmundig verkündet, rechtzeitig zu den Sommerferien 2017 würden die Mehrkosten für Telefongespräche, SMS-Nachrichten und Internet-Surfen im EU-Ausland komplett abgeschafft. Deshalb reagierte die Öffentlichkeit mit Überraschung und Verärgerung, als schließlich Anfang September ein Entwurf vorgestellt wurde, der vorsah, die Gebührenfreihei auf 90 Tage jährlich zu begrenzen. Prompt wurde harsche Kritik von Verbraucherschützern und EU-Parlamentariern laut. Sprecher der Kommission verwiesen darauf, dass die Regelung für 99% aller Nutzer ausreiche, sie sei nötig, um Missbrauch auszuschließen; im Klartext: es sollte verhindert werden, dass Verbraucher Preisunterschiede zwischen den EU-Staaten nutzen und so ganzjährig günstiger telefonieren könnten als es im jeweiligen Heimatland möglich ist.

Nur vier Tage nach der Veröffentlichung des Vorschlags jedoch zog Präsident Jean-Claude Juncker höchstpersönlich die Notbremse und ließ erklären, der Vorschlag werde zurückgezogen und ein neuer ausgearbeitet.




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