Teures ADSL in Spanien

Die „Paisaje Lunar“ soll nicht betreten werden. Foto: wb

Die „Paisaje Lunar“ soll nicht betreten werden. Foto: wb

34% teurer als der EU-Durchschnitt

Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Forrester bildet Spanien beim Ausbau der breitbandigen Internetzugänge im europaweiten Vergleich die Nachhut – beim Preis allerding sind die Spanier ganz vorn.

So kostet der schnelle Internetzugang hierzulande im Schnitt 34,60 Euro – ganze 34 Prozent über dem  europäischen Durchschnitt.

Nur 4,1 Millionen ADSL-Anschlüsse

Mit den 4,1 Millionen ADSL-Anschlüssen, die Ende Februar in Spanien gezählt wurden, kann das Land nicht mit der rasanten Entwicklung in Europa mithalten, wo die Zunahme fast doppelt so schnell vorangeht, was meist an den stetig sinkenden Preisen liegt.

In Finnland und Holland seien die Preise gar unter die herkömmlichen Einwahlverbindungen gerutscht. So ist es kein Wunder dass die höchste Dichte an Breitbandanschlüssen in Holland zu verzeichnen ist, wo der schnelle Zugang nur noch um die 17,50 Euro im Monat kostet.

Laut den Marktforschern behindert vor allem der hohe Preis in Spanien eine schnellere Verbreitung dieser Technologie. Die Erfahrungen in anderen Ländern haben gezeigt, dass eine Senkung der Preise einen direkten Anstieg der Anschlüsse bringt. Dies kann am besten durch einen besseren Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern erreicht werden, was die Regierung fördern sollte.

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