„Teide“ so schnell wie 10.000 Desktop-PC’s


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Im ITER wurde der zweitschnellste Supercomputer Spaniens eingeweiht

Ende Oktober wurde in den Einrichtungen des Technologischen Instituts für Erneuerbare Energien (ITER) auf Teneriffa einer der schnellsten Computer der Welt in Betrieb genommen.

Das elektronische Superhirn wurde im Rahmen des von der Inselregierung angeführten Projekts ALiX, das Teneriffa  zu einem wichtigen Datenaustausch- und -verarbeitungszentrum machen will, installiert.

Rund 10.000 herkömmliche Heimcomputer müsste man zusammenschließen um die Rechenpower des Teide-HPC von bis zu 370 TeraFLOPS zu erhalten. Spanienweit gibt es nur einen Rechner, der das übertrifft und  im weltweiten Vergleich dürfte er mit dieser Leistung zu den Top500 zählen. 8,5 Millionen Euro hat das spanische Ministerium für Wissenschaft und Innovation aus Mitteln des EU-Regionalfonds dafür bereitgestellt.

„Wir verfolgen das Ziel, die Kanaren zu einem weltweit anerkannten Labor für Forschung und Innovation zu machen”, sagte der Präsident der Regionalregierung Paulino Rivero bei der Einweihung. Er lobte das Engagement der Inselregierung, die unter der Federführung des Ex-Cabildopräsidenten Ricardo Melchior dieses Projekt vorangetrieben hat.

Die Rechenkapazität wird nun den Forschern der Universität von La Laguna zur Verfügung stehen und für verschiedene wissenschaftliche Zwecke eingesetzt, etwa bei der Klimaforschung, aber auch an Interessenten aus der Wirtschaft vermietet. Dabei wird aufgrund der besonders guten Datenverbindungen zum Nachbarkontinent, die ebenso am ITER zusammenlaufen,  vor allem der afrikanische Markt anvisiert.

Auch an den Klimschutz wurde gedacht – so soll der Strombedarf des Superhirns aus den am ITER installierten Solarpaneelen und Windmühlen abgedeckt werden.




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