Tapas-Bar wird per Internet verlost


Auf normalem Weg keinen Käufer gefunden

José María González, Gastwirt aus der Hafenstadt Cartagena im Südosten Spaniens, hat beschlossen, sein Restaurant per Internet zu verlosen, nachdem er vergeblich versucht hatte, es auf herkömmlichem Weg an den Mann zu bringen.

Cartagena – An Interessenten für sein Lokal habe es dabei nicht gemangelt, berichtete er, jedoch habe es letztendlich immer an der Finanzierung gescheitert, weil die Banken keine Kredite rausrückten.

Die Idee für die Verlosung kam ihm eines Tages beim Fernsehen, als er einen Bericht über eine Hausverlosung sah. Wenn das bei einem Apartment klappt, warum sollte man dann nicht auch eine Tapas-Bar verlosen können, dachte sich González. Nach einer speziellen Anmeldung beim spanischen Finanzamt, das derartige Verlosungen steuerlich bereits geregelt hat, konnte es losgehen. Er ließ sich eine Webseite erstellen, über die er nun Lose für jeweils 50 Euro verkauft. Die Einnahmen gehen auf ein vom Finanzamt überwachtes Bankkonto, bis der Gewinner feststeht.

Rund 600 der Glücksscheine hat er so schon verkaufen können – es müssen jedoch min-destens 15.000 sein, um selbst Gewinn zu machen nachdem der Fiskus seinen Teil einkassiert hat, sagte er.




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