Roaming: Spanien und Portugal denken über Abschaffung nach


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Mobilfunkgespräche zwischen Spanien und Portugal könnten schon bald nur noch so viel kosten wie Inlandsverbindungen.

Madrid/Lissabon – Vertreter beider Länder werden beim nächsten Gipfeltreffen die Abschaffung der Roaminggebühren prüfen. Für Touristen und Geschäftsleute würde das geplante Abkommen einen „erheblichen Vorteil“ bringen, sagte der portugiesische Premierminister José Sócrates bei einem Treffen mit Spaniens Ministerpräsidenten José Luis Rodríguez Zapatero. Die beiden Staatslenker wollen damit den bilateralen Handel zwischen beiden Ländern verbessern. Spanien ist der größte Handelspartner Portugals.

Vorteil für die EU

Auch die Europäische Kommission könnte von einem solchen Abkommen profitieren  – „die iberische Halbinsel könnte damit ein Zeichen innerhalb der Europäischen Union setzen“, schrieb die New York Times. Die Brüsseler Beamten versuchen seit geraumer Zeit, die Roaming-Kosten innerhalb der EU zu verringern, bis diese 2015 ganz fallen könnten.

Die jetzige Regelung für das Roaming endet im Juni 2012, dann ist die Kommission dazu berufen, einen Fahrplan für die Zukunft zu präsentieren.

Auf Mobilfunkanbieter wie Orange oder Vodafone, die in beiden Ländern stark vertreten sind, würde das Roaming-Abkommen direkten Einfluss haben.




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