Preiskrieg beim Pay-TV


Foto: EFE

Konkurrenzkampf bremst die Umsätze, die trotz wachsender Abonnentenzahl nur um 1,2% stiegen

Madrid – Die Umsätze des spanischen Bezahlfernsehens haben sich im Verlauf des Jahres 2018 kaum nach oben bewegt, obwohl die Zahl der Abonnenten um 210.000 auf 6,78  Millionen gestiegen ist. Alle Anbieter zusammen nahmen 2,162 Milliarden Euro ein, kaum 1,2% mehr als im Vorjahr. Dies geht aus den Daten, welche die Nationale Wettbewerbskommission  CNMC veröffentlicht hat, hervor. Der Preiskrieg unter den Anbietern und die Rabatte und Sonderangebote, die Movistar und Orange im Sommer einräumten, weil sie die alleinigen Fußballrechte hatten und auf diese Weise die Kunden von Vodafone abwerben wollten, ist mit dafür verantwortlich. Die mittleren Einnahmen pro Kun­de sind von 325 Euro jährlich in 2017 auf 319 Euro gefallen.

Doch es gibt große Unterschiede je nach der Technologie, die genutzt wird, um das Bezahlfernsehen zu empfangen. Die Anbieter, welche ihr TV-Angebot via Internet über Glasfaser- oder ADSL-Anschlüsse zum Kunden bringen, erreichten Umsatzzuwächse von 9,9% auf 1,427 Milliarden Euro. Dagegen fielen die Einnahmen der Satelliten-TV-Operatoren (vor allem Canal+) hatten Verluste von 12% auf  462 Millionen Euro zu verzeichnen.

Die spanische Pay-TV-Branche gewann insgesamt gegenüber dem Vorjahr 2017 3,2% Abonnenten hinzu, ein Anstieg auf rund 6,8 Millionen. Dieses Wachstum blieb jedoch weit hinter dem des Jahres 2016 zurück, als der Kundenstamm um 8,3%, eine halbe Million Neuzugänge, anwuchs.

Das Internet-Bezahlfernsehen hat mittlerweile mit 4,6 Millionen Abonnenten die Nase vorn. Es kam im Jahr 2018 auf 564.000 Kunden, während es mit Kabel- und Satelliten-TV weiter bergab geht.




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