PP will Gesetz gegen eSport an den Schulen


Dolores Corujo, Abgeordnete der PSOE im Kanarenparlament, sprach sich mit Nachdruck gegen eine Integation des eSports in die Schulen aus. Foto: Flickr Parlamento de Canarias

Kanarenpräsident Fernando Clavijo und Teneriffas Cabildo-Präsident Carlos Alonso arbeiten daran, eine Schüler-Liga für Videospiel-Wettkämpfe zu etablieren

Madrid – Kanarenpräsident Fernando Clavijo und der Inselpräsident Teneriffas Carlos Alonso haben das Ansinnen der Partido Popular (PP) zurückgewiesen, Videospiel-Wettkämpfe an Schu­len per Gesetz zu verbieten.

Clavijo erklärte gegenüber der Presse, er sei nicht für Verbote sondern dafür, einen adäquaten und rationalen Umgang mit den Neuen Technologien zu etablieren und zu lehren. Diese seien nicht nur aus wirtschafticher sondern auch aus erzieherischer und kultureller Sicht von hoher Bedeutung.

Die kanarische Regionalregierung hat vor, eine Liga für Videospiel-Wettkämpfe an den Schulen ins Leben zu rufen. Dies soll eine freiwillige Aktivität werden, ähnlich allen anderen Angeboten, die in den Schulen neben dem regulären Unterricht stattfinden, so wie Fußball, kanarischer Ringkampf oder Volleyball. Letztendlich würden, so Clavijo, die einzelnen Schulen selbst über ihre Teilnahme an dem Programm entscheiden.

Carlos Alonso nannte den Vorschlag der PP „realitätsfern“, da die Videospiele den Jugendlichen, richtig eingesetzt, neue  Chancen eröffnen und sogar Werte vermitteln könnten.

Vor einigen Wochen schon hatte auch Dolores Corujo, Sprecherin der sozialistischen PSOE, die Besorgnis ihrer Partei darüber zum Ausdruck gebracht, dass die CC-Regierung „blind“ auf die Einführung des eSports an den Schulen setze.




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