Neues Unterseekabel zum Festland wird verlegt


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Telefónica verbessert die Übertragungsraten

Die Anbindung der Kanaren an die internationalen Datennetze wird weiter verbessert: Nachdem schon im Juli ein neuer Netzknotenpunkt auf Teneriffa eingeweiht worden war, begann jetzt auch die ehemals staatliche „Telefónica“ mit der Verlegung eines neuen Datenkabels zwischen Teneriffa und Conil (bei Cádiz) auf dem Festland.

Bisher unterhält Telefónica zwei Netzverbindungen „Pencan“ 6 und 7 (von „Peninsula-Canarias“) von 320 Gigabyte pro Sekunde. Das neue Kabel „Pencan 8“ wird 5,12 Terabyte pro Sekunde transportieren können, das ist das 16fache, und in Zukunft noch mehr, sobald neue Techniken zur Kompression der Datenströme zur Verfügung stehen werden. Damit lassen sich simultan 62 Millionen Telefongespräche führen. 70 Millionen Euro wird die Gesellschaft in die neue Verbindung investieren, wodurch sich die Gesamtsumme für Unterseekabel auf 221 Millionen erhöht.

Verlegt wird das Glasfaserkabel, das über automatische Unterwasser-Zwischenverstärker verfügt, von dem 112m-langen Kabellegeschiff „Teliri“. Begonnen wurde am Strand von Candelaria direkt unter der Aufsicht der Guanchenkönige an der Plaza vor der Kirche. Taucher sorgten für die korrekte Befestigung in 20m Wassertiefe, bevor das Schiff auf seine 1.400 km-lange Reise nach Spanien geht. Wenn das Meer friedlich bleibt, dann hofft man am 6. September den Endpunkt in Conil zu erreichen. Die technischen Anschlüsse sollen dann bis Jahresende fertiggestellt werden, so dass das Kabel im ersten Trimester 2011 in Betrieb genommen werden kann.




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