Mehr Mobilfunk-Anschlüsse als Menschen


Statistisch betrachtet besitzt jeder Erdenbewohner, vom Säugling bis zum Greis, einen Handy-Anschluss. Foto: Pixabay

7,8 Milliarden SIM-Karten sind in Gebrauch

Barcelona – Die Anzahl der privaten Handy-Nutzer hat Ende 2017 die fünf Milliarden-Grenze überschritten, was bedeutet, dass mittlerweile 66% aller Menschen Mobiltelefone haben. Die Zahl der SIM-Karten, die von Personen genutzt werden, d.h. ohne diejenigen SIM-Karten zu zählen, welche in Maschinen eingesetzt werden, damit diese sich untereinander koordinieren, ist dagegen sogar auf 7,8 Milliarden angestiegen. Es existieren demnach heutzutage mehr Mobilfunkanschlüsse, als es insgesamt Menschen auf der Erde gibt (7,6 Milliarden).

Diese Angaben stammen aus dem Jahresbericht „Mobile Economy“ der GSM Association (GSMA), einer Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter, die weltweit mehr als 800 Mobilfunkanbieter und über 200 Hersteller von Netzwerkinfrastruktur und Mobiltelefonen vertritt und den Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ausrichtet.

Laut Analyse der GSMA wird die Zahl der Mobilfunknutzer  weiter steigen und bis zum Jahr 2025 voraussichtlich 5,9 Milliarden erreichen, was 71% der Weltbevölkerung entspräche. Besonders hohe Zuwächse werden außerhalb der großen Industrienationen, namentlich Bangladesch, China, Indien, Indonesien und Pakistan sowie in den Ländern südlich der Sahara und in Lateinamerika erwartet.

Zudem soll bis dahin die Zahl der Handynutzer, die per Smartphone auch Zugang zum Internet haben, auf fünf Milliarden steigen, zurzeit sind es rund 3,3 Milliarden.

Auch die Zahl der Nutzer, die mehrere SIM-Karten besitzen, sei es weil sie mehrere Anschlüsse haben oder weil sie Duplikate ihrer Handy-Karte für ein Tablet oder einen Laptop-Computer brauchen, soll sich weiter erhöhen und 2025 auf neun Milliarden ansteigen.

Für technische Zwecke sind heutzutage 7,5 Milliarden SIM-Karten im Einsatz – in Alarmanlagen, Kameras, Sensoren u.a. Geräten. Bis 2025 werden es nach Einschätzung des GSMA-Berichts 25 Milliarden sein.

Zwei Drittel der Mobilfunkverbindungen weltweit werden im Jahr 2025 in 4G- und 5G-Netzen ausgeführt werden. Man rechnet damit, dass 4G dann 53% der Verbindungen ausmacht (heute 29%) und das neue 5G 14% erreicht. Der Bevölkerungsanteil der Smart­phones benutzt liegt zurzeit bei 57%. Der Anteil der Mobilfunk-Industrie am weltweiten Bruttoinnlandsprodukt macht 4,5% aus.

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