Kanarische Kamera im All

Die „Drago“- Kamera des IAC soll im Dezember im Satelliten ION in den Orbit geschossen werden. Foto: IAC

Die „Drago“- Kamera des IAC soll im Dezember im Satelliten ION in den Orbit geschossen werden. Foto: IAC

„Drago“ wurde im IAC auf Teneriffa entwickelt und wird, eingebaut im Satelliten ION, die Erde umkreisen

Teneriffa – Die von der Arbeitsgruppe Iactec-Espacio des Kanarischen Astrophysikalischen Instituts (IAC) entwickelte Kamera „Drago“ hat alle Tests erfolgreich bestanden, um in den Satelliten ION eingebaut werden zu können. Dieser soll im kommenden Dezember an Bord der Space X-Rakete Falcon 9 ins All geschossen werden.
Das Projekt Iactec ist eine Schnittstelle der technologischen Zusammenarbeit des IAC mit privaten Unternehmen und wird durch die Inselverwaltung von Teneriffa unterstützt. Die Drago-Kamera musste, um das Instrument für den Flug ins All zu qualifizieren, harte Belastungsproben überstehen, die nachweisen sollen, dass es die schwierigen Bedingungen, denen es beim Start und im Orbit ausgesetzt sein wird, unbeschadet überstehen kann. Dazu gehören Vibrations-, thermische und optische Tests, die über mehrere Wochen im Nationalen Institut für Weltraumtechnik (INTA) in Torrejón de Ardoz, Madrid, stattfanden. Außerdem wurden Stoßtests im Zentrum für Luftfahrttechnik in Álava durchgeführt.
„Drago“ ist das erste Instrument, das vollständig von der Gruppe IACTEC-Espacio entwickelt wurde. Die Kamera beobachtet im Bereich des kurzwelligen Infrarotlichtes (SWIR) das elektromagnetische Spektrum zwischen 1,1 und 1,6 Mikrometern. Die Testphase im IAC und den anderen genannten Instituten hat insgesamt zwei Jahre gedauert.

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