Digitale Währung – Teil 4 – Handel


Nun möchten Sie endlich digitale Währungen kaufen; vielleicht um damit zu bezahlen, vielleicht aber auch als Investment? Doch woher erhalten Sie Kryptowährungen? Dies hängt grundsätzlich davon ab, welche Währung(en) Sie kaufen möchten. Da Bitcoin die größte Verbreitung hat, ist die Währung auch am einfachsten zu erwerben und in kleineren Mengen gar an Geldautomaten, Ticketautomaten oder Poststellen (Österreich) verfügbar.

Am besten erwerben Sie digitale Währungen jedoch wie konventionelle Devisen oder Aktien über Handelsplattformern oder Broker. Da die drei Währungen Bitcoin, Ether (Ethereum) und Litecoin relativ populär sind, lassen sich diese bei den meisten größeren Handelsplattformen kaufen. Bei anderen und vor allem kleineren Währungen wird es etwas komplizierter. Dies beginnt schon damit, dass diese üblicherweise nicht gegen konventionelle Fiat-Währungen (wie z.B. Euro oder US-Dollar) sondern ausschließlich gegen Bitcoin gehandelt werden können. Möchten Sie also beispielsweise XRP (Ripple) kaufen, müssten Sie erst Bitcoin erwerben und dann über eine Handelsplattform Bitcoin gegen XRP handeln. Dies funktioniert z.B. über die digitale Börse Poloniex (www.poloniex.com).

Einsteigern empfehlen wir den US-Broker Coinbase (www. coinbase.com), welcher aktuell die 3 großen Währungen zum bequemen Kauf anbietet. Coinbase bietet auch im Bereich Sicherheit einige Vorteile für Anfänger, die wir Ihnen in der nächsten Ausgabe genauer erläutern. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung handelt es sich bei Kryptowährungen nicht um Währungen, die hauptsächlich von Kriminellen und Geldwäschern genutzt werden. Denn spätestens, wenn Sie eine digitale Währung kaufen möchten, werden Sie feststellen, dass das Geldwäschegesetz „Know Your Customer“ (engl. „Kenne deinen Kunden“) auch hier gilt. Denn dezentral und sicher meint nicht anonym! Vielleicht können Sie über die eine oder andere Website 100.- € an Bitcoin „anonym“ per Kreditkarte oder PayPal bezahlen. Sobald Sie aber etwas mehr benötigen, müssen Sie sich bei den Brokern und Handelsplätzen genauso identifizieren und verifizieren, wie wenn Sie ein Bankkonto oder Depot eröffnen. Dies kann allerdings, wie bei modernen Banken, bequem von zu Hause aus durch das Hochladen von Ausweisdokumenten und Verifizieren via Webcam oder Smartphone erfolgen. Abhängig vom erreichten Verifizierungsgrad steht Ihnen dann ein entsprechendes Handelslimit zur Verfügung.

Doch wo werden digitale Währungen eigentlich aufbewahrt? Immer wieder hört man von Sicherheitsproblemen und Hacking-Attacken bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen, was oft von einem größeren Kurssturz gefolgt wird. Allerdings sollte man verstehen, dass es sich dabei nicht um Sicherheitsprobleme im System (Blockchain), sondern um Lücken am anderen Ende, bei den Benutzern, handelt. Wie Sie digitale Währungen richtig und sicher „aufbewahren“, lesen Sie in der nächsten Ausgabe.

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Duckling IT-Solutions
(Sacha Burlon)
www.duckling.es




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